Das Klassik-Prisma

 

 Bernd Stremmel

www.klassik-prisma.de

Beethoven         home

Diese Webseite ist urheberrechtlich geschützt

Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1

Geistertrio"

Beaux Arts Trio (mit D. Guilet, Vl.)

Philips

1964

22‘17

5

 

Trio Istomin – Fuchs – Casals

CBS

1958

26‘41

5

unbedingter Einsatz, manchmal auf Kosten der Tonschönheit

Abegg Trio

Intercord

1986

30‘38

5

 

Trio Staier – Sepec – Queyras

HMF

2006

26‘32

5

Originalinstrumente – differenziert, gute Balance

Florestan Trio

hyperion

2001

25‘44

5

geschmeidiges, schlankes Musizieren, hervorragende Differenzierung, wenig Vibrato, I con brio, II lebendig, trotzdem gespannt, III Presto, B. Humor kommt nicht zu kurz – moderner Beethoven

Trio Vogt – Tetzlaff – Mörk

Rundfunkaufnahme


28‘39

5

live, unveröffentlicht – I und III mitreißender Schwung, sehr lebendig, II sehr dichtes Musizieren

Oistrach Trio

Brilliant

1947

27‘48

5

bestes Zusammenspiel, sonorer Ton der Streichinstrumente, I kraftvoll, aber auch empfindsam, zu Beginn der Durchführung, etwas langsamer, II molto espressivo, III kein Presto

Odeon Trio

musicaphon

P 1978

28‘35

5

 

Busch – Serkin – Trio

CBS

~ 1945

22‘03

5

Serkin führt

Trio Argerich – Capucon – Maisky

EMI

2007

25'53

5

live, I con brio, emphatisch, II con molto animato, III könnte etwas differenzierter sein – bestes Miteinander, Cello mit weniger schlankem Ton als die Geige und mehr Vibrato

 

Trio Vogt – Tetzlaff – Pergamenschikoff

BR

1999

26‘32

4-5

live, unveröffentlicht – I lebendig, leicht, Klavier führt, Kammermusik!!, II gespannt, III ansteckende Spielfreunde

Haydn Trio Eisenstadt

Phoenix

2007

24‘47

4-5

wenig Vibrato in allen Sätzen, I differenziert, II gespanntes Musizieren, III mit viel Spielfreude, überzeugend

Trio Gould – Shumsky – Rose

WHRA

1960

19‘52

4-5

live – ad hoc Trio, gut aufeinander eingespielt, temperamentvolle Darstellung der Ecksätze, teilweise etwas ruppiges Musizieren, kompakter Klang, geringere Transparenz, II spannungsvoll - Gould ohne Extravaganzen

Trio Gould – A. Schneider – Nelsova

CBC records

1954

22‘40

4-5

live Stratford-Festival – großer Einsatz, Streicher manchmal etwas rau und ruppig, Gould ohne Extravaganzen, am Schluss Verzerrungen von der ursprünglichen Acetat-Platte

Trio Istomin – Stern – Rose

Sony

1969

25‘33

4-5

konzertant, großformatig

Suk Trio

Supraphon

1963

24‘59

4-5

I con brio, männlich, II molto espressivo, III sauber, etwas routiniert, kein richtiges Presto

Trio Ashkenazy – Perlman – Harrell

EMI

~ 1979

23‘09

4-5

 

Trio Parnassus

MDG

2001

28‘05

4-5

I vorwärtsdrängend, II könnte ein wenig langsamer sein, III sehr gepflegt, jedoch kein totaler Einsatz

Beaux Arts Trio (mit I.Cohen, Vl.)

Philips

1981

30‘05

4-5

 

Trio Fontenay

Teldec

1990

23‘13

4-5

 

Trio Kempff – Szeryng – Fournier

DGG

1970

25‘41

4-5

kammermusikalisch intim, Kempff führt

 

Trio di Trieste

Decca/DGG

1954

22‘53

4

Vl. dominiert etwas, flächiges Klangbild

Trio Bamberg

musicaphon

2003

28‘31

4

kräftig zupackende Streicher, gewichtiges Musizieren, sehr solide, Interpretationsstil passt am besten zum 2. Satz

Chung Trio

EMI

1992

30‘43

4

wenig Vibrato in allen Sätzen, I sorgfältig, reißt jedoch nicht mit, gezügeltes Tempo, II ausdrucksstark, III kein Presto, gepflegt, geringere Spannung

Trio Barenboim – Zukerman – du Pré

EMI

1969

26‘50

4

 

Haydn Trio Wien

Teldec

1984

21‘43

4

 

 

Trio E. Fischer – Schneiderhan – Mainardi

Cetra

1953

24‘30

3

live, gebremstes Tempo, teilweise etwas betulich

 

Die hier untersuchten Aufnahmen befinden sich bis auf eine Ausnahme auf hohem bis höchsten musikalischen Niveau. Am besten gefallen mir die Einspielungen vom alten Beaux Arts Trio (mit dem Geiger Daniel Guilet), dem Trio um Casals, sowie dem Busch – Serkin – Trio, hier ist ein totaler Einsatz festgehalten, die Spieler sitzen buchstäblich auf der vorderen Stuhlkante, mit Abstrichen muss man dazu auch die Aufnahmen um Glenn Gould hinzurechnen. Aber auch die Interpretationen des Oistrach Trios, des Florestan Trios, des Odeon Trios (Hokanson, Guntner, May), des Abegg Trios (Zitterbart, Beetz, Erichson) sowie das Trio Staier-Sepec-Queyras gehören ins Spitzenfeld, auch die beiden live-Aufnahmen um Lars Vogt gehen in diese Richtung. Manche der neueren Aufnahmen klingen zwar schwungvoll, korrekt, aber etwas distanziert, das Pathos des 2. Satzes ist nicht immer ihre Sache. Beim Edwin Fischer – Trio hatten die Streicher (Schneiderhan, Mainardi) keinen guten Tag.

Zu den Wiederholungen: im ersten Satz hat Beethoven zwei vorgesehen, Exposition sowie Durchführung mit Reprise. Das Busch–Serkin–Trio verzichtet auf alle, ebenso das Trio Gould-Shumsky-Rose. Ansonsten wird die erste von allen beachtet. Die 2. Wiederholung bringen auch Oistrach, Beaux Arts-81, Odeon, Abegg, Parnassus, Vogt, Chung, Bamberger, Florestan sowie Staier.

Auf die Wiederholung im 3. Satz verzichten Beaux Arts-64, Haydn-Wien, Suk, Gould, Trieste, Fontenay, E. Fischer, Ashkenazy und Barenboim.

eingestellt am 28.11.05

ergänzt am 31.08.15

 

Beethoven       home