Das Klassik-Prisma

 

 Bernd Stremmel

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Klavierquintett f-Moll op. 34



Serkin, Rudolf

Busch Quartett

EMI

1938

38‘00

5

 

Serkin, Rudolf

Budapester Streichquartett

CBS

1963

43‘29

5

W

Gulda, Paul

Hagen Quartett

DGG

1992

41‘23

5

W

Randalu

Mandelring Quartett

Antes

1997

42‘28

5

W

Fleisher

Juilliard Quartett

CBS

1963

37‘05

5

genaues, immer kontrolliertes Musizieren, jedoch nicht kühl

Staier

Leipziger Streichquartett

MDG

2003

38‘06

5

W

Curzon

Budapester Streichquartett

CBS

1950

38‘05

5

IV könnte etwas mehr Leidenschaft vertragen

Pollini

Quartetto Italiano

DGG

1979

43‘44

5

W

Andsnes

Artemis Quartett

Virgin

2006

40‘07

5

W – mit Leidenschaft und Brio, auch in den ruhigen Passagen gespannt, schlank im Klang, III etwas schneller als gewöhnlich

Duis

Mandelring Quartett

Gerling

1995

42‘50

5

W – live, Privataufnahme des Gerling-Konzerns; engagiertes gespanntes Musizieren

 

Rubinstein

Guaneri Quartett

RCA

1966

38‘49

4-5

IV Einleitung nicht so dicht und gespannt – Nebengeräusche vom Steg und den Saiten

Richter

Borodin Quartett

Melodya

1958

42‘28

4-5

W – con passione, IV nicht immer ganz sauber

Klansky

Prazak Quartett

Praga

2005

40‘22

4-5

W – con passione! IV Presto könnte noch etwas schneller sein

Fleisher

Emerson Quartet

DGG

2006

44‘28

4-5

W – analytisches Klangbild, schlanke Streicher, sehr kultiviert, etwas gebremste Leidenschaft (I, IV)

Orth

Auryn Quartett

Tacet

2003

38’49

4-5

I engagiert, jedoch ohne Serkins Feuer, II etwas (zu sehr) kalkuliert

Bernatova

Janacek Quartett

DGG

1958

41‘08

4-5

W – fast eine Spitzenaufnahme

Haskil

Winterthurer Streichquartett

Urania

1949

36‘02

4-5

vermutlich Mitschnitt einer Rundfunkübertragung

Rösel

Brahms Quartett

Berlin Cl

1973

37‘06

4-5

 

Schiff

Takasc Quartett

Decca

1990

40‘40

4-5

W – I schwärmerisch, II klassizistisch, III könnte noch mehr Feuer vertragen

Panenka

Kocian Quartett

Denon

1988

42‘05

4-5

W

 

Nash Ensemble

CRD

1991

42‘31

4-5

W

 

Eschenbach

Amadeus Quartett

DGG

1968

41‘22

4

W – IV Unsauberkeiten bei Streichern

Martinez Mehner

Cuartor Casals

HMF

2007

40‘10

4

W – I eher lyrisch, Zusammenspiel könnte etwas intensiver sein, II etwas zu schnell, III mit Feuer, IV überzeugendster Satz; dunkel klingender Flügel

Lee

Dänisches Streichquartett

Valois

1968

37‘06

4

 

Solchany

Ungarisches Streichquartett

EMI

P 1970

37‘56

4

Streicherklang leicht seifig

Maisenberg

Hagen Quartett

Philips

1982

41‘47

4

W live

Aller

Hollywood Streichquartett

EMI

1954

38‘01

4

lyrische Darstellung, Streicher ordnen sich als Block Klavier unter, mehr Kammermusik als im Konzertsaal

Leonskaja

Alban Berg Quartett

EMI

1987

40‘43

4

W live – zu orchestral, deshalb weniger differenziert, Streicher leicht kratzig

Ranki

Bartok Quartett

Hungaroton

P 1976

37‘34

4

Streicher nicht immer homogen

Serkin, Peter

Guaneri Quartett

Philips

1995

43‘00

4

W

 

Perl

Paetsch, Cunz, Rohde, Schiefen

Arte Nova

1995

36‘10

3-4

kein homogenes Ensemble

Gould

Montreal String Quartet

Sony

1957

37‘14

3-4

II Allegro!, III langsamer!, Intonation nicht immer top, Quartett verfügt nicht über die Klangkultur und das spieltechnische Können anderer Spitzenensembles, bei lauten Stellen leicht kratzig und gepresst – Rundfunk-Produktion

Curzon

Amadeus Quartett

BBCL

1974

41‘54

3-4

W live – Amadeus Qu. im Kampf mit op. 34

 

Schubert Ensemble

ASV/resonance

2002

42‘37

3-4

W – Pianist nicht als Solist, sondern als Ensemblemitglied; I eher lyrisch, II im Klang wie im Zusammenspiel nicht so ausgeformt, III Klang wenig differenziert, IV 1.Geige führt



Einige Streichquartette haben das Werk zweimal eingespielt, die Budapester spielen das Werk mit Curzon insgesamt lyrischer als in der späteren Aufnahme mit Rudolf Serkin, die sich betont kämpferisch gibt, manchmal auch auf Kosten der Tonschönheit der Streicher (übrigens auch bei Rubinstein), hier wird mit höchstem Ausdruck musiziert.

Auch mit dem Amadeus Quartett sind zwei Aufnahmen im Katalog, wobei ich die Studio-Aufnahme mit dem jungen Eschenbach wegen des saubereren Spiels des Quartettes unbedingt der BBC-live-Aufnahme mit Curzon vorziehe, auch wenn dieser den Brahms-Ton eher trifft als sein jüngerer Kollege.

Das Guaneri Quartett hat Aufnahmen mit Rubinstein und Peter Serkin hinterlassen. Nur bei der älteren Einspielung sitzen die Mitwirkenden an der Stuhlkante, die jüngere ist mir stellenweise zu gemütlich.

W : Wiederholung der Exposition im 1. Satz

eingestellt am 25.03.05

ergänzt am 22.05.09

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