Das Klassik-Prisma  
 Bernd Stremmel

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Die Macht des Schicksals – Ouvertüre

La Forza del Destino - Sinfonia

Giuseppe Verdi hat nur wenige Ouvertüren zu seinen Bühnenwerken geschrieben, die bekanntesten sind zu Nabucco, La Traviata und Die Macht des Schicksals, in späteren Jahren verzichtete er ganz auf eine Einleitung. Darin folgten ihm seine Landsleute Mascagni, Leonvavallo und Puccini, aber auch Richard Strauss.

In der Ouvertüre (Sinfonia) zu La Forza reiht Verdi wichtige Themen und Motive potpourriartig zu einem effektvollen Vorspiel aneinander und stimmt den Zuschauer=Hörer so auf die Oper ein. Zuweilen begegnet man ihr auch im Konzertsaal.

Fricsay

RIAS Symphonie- Orchester Berlin

DGG

1953

6‘51

5

Dokument eines wissenden Verdi-Dirigenten

Busch

Sächsische Staatskapelle Dresden

hänssler

~ 1926

6‘30

5

frühes Zeugnis von Buschs Verdi-Affinität und –Kompetenz, zeitbedingt topfiger Klang

Karajan

Staatskapelle Berlin

DGG

1939

6‘56

5

einerseits ganz zart, auf der anderen Seite kräftig zupackend, ferdernd

Schippers

Columbia Symphony Orchestra

CBS Sony

1960

7‘51

5

ganz im Sinne der Partitur, Sogwirkung, transparenter Klang

Abbado

Berliner Philharmoniker

DGG

1996

7‘09

5

sehr differenziert musiziert, kultiviert, jedoch nicht überzeichnet, Sogwirkung

Sinopoli

Philharmonia Orchestra London

DGG

1985

7‘50

5

GA – prägnantes Musizieren, Theaterduft, Sogwirkung

 

Mitropoulos

Orchestra Maggio Musicale Fiorentino

Archipel Cantus

1953

7‘36

4-5

GA, live – gute Charakterisierung der einzelnen Abschnitte, ohne den Zusammenhang aus den Augen zu verlieren

Giulini

Philharmonia Orchestra London

BBCL

1961

7‘12

4-5

live – G. vermittelt viel Theaterduft

Sinopoli

Wiener Philharmoniker

Philips

1983

7‘10

4-5

ziemlich überzeugende Darstellung, Bei B Begleitfiguren der 1. Viol. zurückgenommen

Markevitch

New Philharmonia Orchestra London

Philips

EMI

1967

8‘05

4-5

M. durchleuchtet die Partitur, Konzertstück, wenig Theaterduft

Busch

Royal Philharmonic Orchestra London

Andromeda

Cantus

1951

6‘50

4-5

GA, live – technisch unzulängliche Aufnahme mit Pegelstörungen (Andromeda), musikalisch jedoch erstklassig, leidenschaftlich

Serafin

Orchester der Mailänder Scala

EMI

1954

6‘24

4-5

GA – Aufnahme lässt bereits das folgende Drama erahnen

Toscanini

NBC Symphony Orchestra

RCA

1945

6‘55

4-5

ein großer Bogen, Sogwirkung, sehr lebendig, leider wenig p und pp, kompakter Klang, Streicher-Pizz. In T. 129 auf 1 etwas zu früh

Muti

Orchester der Mailänder Scala

EMI

1986

7‘42

4-5

GA – mit Mutischem Furor, doch etwas fest

 

Levine

London Symphony Orchestra

RCA

1976

7‘10

4

GA – könnte etwas lockerer musiziert sein, transparentes Klangbild

Serafin

Royal Philharmonic Orchestra London

EMI

P 1960

7‘52

4

sorgfältig erarbeitet, ohne Theaterduft, etwas steril

Karajan

Berliner Philharmoniker

DGG

1975

7‘47

4

alles sehr geschliffen, abgerundet, jedoch wenig unmittelbares Empfinden, Karajans Klangästhetik schiebt sich vor die Musik

Sawallisch

Bayerisches Staatsorchester

Orfeo

1980

6‘58

4

eine Herzensangelegenheit?, Buschstabe F nur nebenbei, distanziert

Blech

RIAS Symphonie- Orchester Berlin

Archipel

1952

7‘06

4

live – Blick auf Details, T. 241 f rhythmisch nicht ganz deutlich, störende Publikumsgeräusche

Mitropoulos

New York Philharmonic Orchestra

Urania

1955

6‘56

4

live – Florenzer Orchester näher an Verdi als das NYPO, kompakter Klang, Bandschaden: Sprung von T. 240 in T. 248

Patané

Münchner Rundfunkorchester

Obligat classics

~ 1989

7’32

4

weniger Spannung, etwas lässig

Löwlein

Radio Sinfonie-Orchester Berlin

DGG

1962

7’33

4

QS – differenziert musiziert, jedoch ohne Italianita

 

GA = Gesamtaufnahme

QS = Querschnitt

eingestellt am 23.05.13

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