Das Klassik-Prisma

 

 Bernd Stremmel

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Violinkonzert e-Moll op. 64



Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll, übrigens sein zweiter Beitrag zu diesem Genre, wird oft zusammen mit den Konzerten von Beethoven und Brahms in einem Atemzug genannt und damit diesen Gipfelwerken zur Seite gestellt. Im Mendelssohn-Konzert lassen sich – im Kopfsatz – zwar auch Exposition, Durchführung und Reprise, 1. und 2. Thema ausmachen, aber wir müssen einen gravierenden Unterschied zu den erstgenannten feststellen: das Konzert gehört im Wesentlichen ganz dem Solisten, dem Orchester sind nur wenige kürzere Abschnitte zugeteilt, wo es allein spielen darf. Sonst ist es Begleiter und Diener des Geigers. Dem Orchesterleiter bleiben weniger Gestaltungsmöglichkeiten. Vielleicht aus diesem Grunde mach(t)en viele namhafte Dirigenten einen Bogen um das e-Moll-Konzert, z. B. Klemperer, Kleiber, Solti, Dohnanyi, Maazel, Muti. Der Hauptreiz für Solist und Publikum ist die blühende und glühende Melodik sowie die abwechslungsreiche Gestaltung von Mendelssohns musikalischen Einfällen. Sie sichern dem Werk einen bleibenden Platz im Repertoire.

Der 1. Satz (ohne die bisher übliche Orchester-Exposition) ist mit „Allegro molto appassionato“ überschrieben. Ist diese Anweisung gleich zu Beginn beim Einsetzen der Solo-Violine zu hören? Leider selten, überzeugend führt sie Jascha Heifetz in allen seinen Einspielungen vor, gewiss auch eine Folge des raschen Tempos, das Heifetz anschlägt. Im Gegensatz zu diesem spielt Gil Shaham den Anfang so langsam, als sei es erst die Einleitung zum nun Folgenden. Mendelssohn möchte auch, dass der Solist zunächst leise beginnt. Menuhin-Furtw.,-Frühbeck, Gitlis und Capuçon ignorieren den Hinweis des Komponisten, beginnen gleich mf und spielen sich auf Kosten der Atmosphäre, die diesen Takten innewohnt, in den Vordergrund. Isaac Stern-Ormandy spannt in den ersten Takten einen großen Bogen, unter dem das Hauptthema in seiner ganzen Schönheit erstrahlen kann, auch Nathan Milstein. Uto Ughi und Leila Josefowicz dagegen stören durch unruhige Phrasierung den Fluss der Musik. Das ruhige 2. Thema (Partiturbuchstabe E bzw. L, T. 133 ff bzw. 377 ff) wird in allen untersuchten Einspielungen mehr oder weniger langsam dargeboten, Mendelssohn notiert lediglich tranquillo = ruhig, Ausnahmen: Menuhin, Enescu, Spalding, Gitlis. Georg Kulenkampff führt vor, wie man fast ohne ritardando das 2. Thema intensiv gestalten kann. Die meisten Interpreten bremsen das Tempo ab T. 121 ab, Perlman, Vengerov und Lin sehr stark, Heifetz, Spalding, Milstein, Kulenkampff, Francescatti, Szeryng, Haendel und Gitlis nur geringfügig. Bei Shlomo Mintz und Viviane Hagner beginnt der „Bremsweg“ bereits bei Buchstabe D = T. 113. Kein Geiger möchte es sich entgehen lassen, das süßliche 2. Thema ausdrucksvoll vorzuführen, einige jedoch tun des Guten zu viel und lassen die Musik am Ende (T. 162-168) stillstehen (de Vito-Furtw., Shaham, Mutter-HvK, Kennedy, Hagner, Jansen und Josefowicz). Ab T. 168 stürmt die Musik wieder los, hier beginnt die Durchführung, die mit der von Mendelssohn ausgeschriebenen Kadenz endet. Auf eine Stelle in der Durchführung möchte ich noch hinweisen (T. 223-226): nach den fünf zwei- bzw. eintaktigen Akkorden, gegen die sich die Solo-Violine mit dem Hauptthema stellt, weist Mendelssohn dieser eine viertaktige schwärmerische Melodie in tiefer Lage zu, deren Ausdruckspotential meist nicht wahrgenommen wird, Ausnahme: Perlman, bei Haitink noch mehr als bei Barenboim, der aus den vier Takten ein kleines Kabinettsstück macht. Auch Menuhin (-Furtw., -Davis, -Frühbeck de B.), Kennedy, Midori, Mintz, Lin, Znaider und Josefowicz kosten diese Stelle aus. Janine Janson scheint das Ausdruckspotential dieser acht Noten nicht entdeckt zu haben.

Der 2. Satz – Andante – schließt sich pausenlos an den ersten an. Der Solist sollte nicht zu sehr in den Vordergrund rücken, Mendelssohn hat die Geige genau in das Klanggeflecht eingebunden, das dann seine Balance verliert. Nach 8 Takten Einleitung, bei Furtwängler fühlt man sich an Bruckner erinnert, beginnt die Solo-Geige mit einem Gesangsthema, das während des ganzen Abschnitts (bis T. 50) fortgesponnen wird, während überwiegend nur die Streicher begleiten. Hörner und Trompeten leiten in T. 51 den 2. Abschnitt ein. Er soll leise beginnen und nach vier Takten f erreichen. Bei lautem Beginn kann die Musik in einen Mendelssohn keineswegs gemäßen Hollywood-Sound umschlagen, z.B. bei Hope, Stern-Kubelik, Spalding, Sitkovetzkyund Schmid. Nigel Kennedy setzt im gesamten Abschnitt zu viel Bogendruck sowie übermäßig viel Vibrato ein, die Musik schmachtet sentimental dahin, ähnlich erleben wir es bei Josefowicz und Lin.

Nach einer kurzen Remineszenz an den 1. Satz schließt sich der Schlusssatz an - Allegro molto vivace. Er wird von einem Thema beherrscht – vollständig allein von der Solo-Violine vorgetragen, das an die bewegten Abschnitte aus der Musik zu „Ein Sommernachtstraum“ erinnert. Für den Solisten ist es geigerisch die größte Herausforderung in diesem Konzert, hier kann er endlich sein virtuoses Potential herausstellen.


Hier nun die Aufnahmen:


Szigeti

Beecham

London Philharmonic Orchestra

EMI

Columbia

1933

26‘53

5

Solist und Dirigent im Einvernehmen, alles sehr seriös, zeitbedingte Portamenti, II gesungen, strahlt Ruhe aus

Milstein

Walter

New York Philharmonic Orchestra

CBS

1945

24‘20

5


Milstein

Steinberg

Pittsburgh Symphony Orchestra

EMI

1953

25'43

5


Stern

Malko

Königlich Dänisches Sinfonie-Orchester

Danacord

1951

26‘24

5

live

Stern

Ormandy

Philadelphia Orchestra

Sony

1958

27‘18

5


Kreisler

Blech

Staatskapelle Berlin

EMI

1924

26‘03

5

schwärmerischer Geigenton, II klingt wie Musik aus den glücklichsten Zeiten des Lebens, dunkle Schatten treten zurück, wunderbarer Dialog T.52ff, III völlig unbeschwert – Orchester agiert im Hintergrund

Kreisler

Ronald

London Philharmonic Orchestra

EMI

1935

26‘03

5

sonorer Geigenton, I gewichtiges Orchester, jedoch nicht langsamer, II Tempo etwas schneller, nicht die schönen Melodien auskostend sondern etwas klassischer=moderner, III lässt sich etwas mehr Zeit, klassisch gezügelt

Oistrach, David

Ormandy

Philadelphia Orchestra

CBS

Naxos

1955

27‘12

5


Heifetz

Beecham

Royal Philharmonic Orchestra

RCA

1949

24‘00

5


Mullova

Gardiner

Orchestre Revolutionaire et Romantique

Philips

2001

25‘29

5

live – aufmerksames Miteinander, wenig Vibrato, II zügig, jedoch intensiv gestaltet, III eher gelassen, keinesfalls Virtuosität herausstellend

Perlman

Haitink

Concertgebouw Orchester

EMI

1983

27‘36

5

schlanker Geigenton, alles blitzsauber, aber nicht langweilig, Haitink aufmerksamer Begleiter, gut abgestufte Dynamik


Milstein

Barzin

Philharmonia Orchestra

EMI

1960

25‘26

4-5


Milstein

Szell

Berliner Philharmoniker

Orfeo

1957

25‘15

4-5

live

Milstein

Abbado

Wiener Philharmoniker

DGG

1972

25‘39

4-5


Milstein

Markevitch

Schweizerisches Festspielorchester

Archipel

1953

26'27

4-5

live

Oistrach, David

Kondraschin

Staatl Sinfonie-Orchester der UdSSR

Brilliant

1949

27‘39

4-5


Mullova

Marriner

Academy of St.Martin-in-the-Fields

Philips

1990

27‘04

4-5

gute Balance zwischen Solistin und Orchester, Mendelssohns dynamische Vorgaben befolgt, II Andante, III nicht als Reißer

Heifetz

Toscanini

NBC Symphony Orchestra

Naxos

1944

23‘16

4-5


Heifetz

Cantelli

NBC Symphony Orchestra

Claque Notes Archipel

1954

23‘57

4-5

live

Haendel

Müller-Kray

SDR-Sinfonie-Orchester Stuttgart

hänssler

1953

26'02

4-5

gute Aufnahme, Müller-Kray ein aufmerksamer Begleiter, der gut zu differenzieren weiß, II stimmungsvoll, III mit Temperament

Widmann, Carolin


Chamber Orchestra of Europe

ECM

2016

26'57

4-5

I flink und poetisch, aber an diesen Stellen immer mit zurückgenommenem Tempo, II wie eine Gesangsszene, Pizzicati die Bässe zu gleichförmig, III nicht als Reißer – gute Balance, Zusammenspiel mit Orchester hervorragend, sparsamer Umgang mit Vibrato

Mutter

Masur

Gewandhausorchester Leipzig

DGG

2008

25‘50

4-5


Mintz

Abbado

Chicago Symphony Orchestra

DGG

1980

28‘59

4-5

Solist und Orchester im Einklang, Tempo könnte in den Ecksätzen etwas schneller sein

Campoli

Beinum

London Philharmonic Orchestra

Decca Dutton

1949

27‘25

4-5

gute Orchesterleistung, jedoch klanglich zurück gesetzt, II intensiv, IIIunaufgeregt, dem Ideal sehr nahe

Campoli

Boult

London Philharmonic Orchestra

Decca

P 1959

26‘10

4-5

in der Anlage wie 1949, klanglich jedoch besser, II nicht mehr ganz so zwingend

Stern

Kubelik

Concertgebouw Orchester Amsterdam

RNM

1951

26‘17

4-5

live

Stern

Ormandy

Philadelphia Orchestra

Sony

1950

26‘13

4-5


Martzy

Kletzki

Philharmonia Orchestra London

EMI

Testament

1955

27‘05

4-5

aufmerksames Miteinander auf sehr hohem Niveau ausgenommen im 2.Satz

Kavakos


Camerata Salzburg

Sony

2008

27'53

4-5

I kein molto appassionato zu Beginn, Crescendo T. 290 bis zur Kadenz zu zahm, II aufmerksames Fagott, III A. Molto! Sehr lebendig, ein Feuerwerk – Camerata begleitet aufmerksam

Bell

Norrington

Camerata Salzburg

Sony

2001

27‘33

4-5

Streicher ohne Vibrato, I eigene Kadenz, II etwas distanziert, Mendelssohns dynamische Angaben umgesetzt, III Holzbläser im fabelhaften Dialog mit Bell, entspanntes Musizieren

Chang, Sarah

Jansons

Berliner Philharmoniker

EMI

1997

27‘43

4-5

live – I kein großer Geigenton, Mendelssohn auf der Spur, II schön gesungen, III entspannt

Hahn

Wolff

Oslo Philharmonic Orchestra

Sony

2001

26‘10

4-5

live – schlackenlos gegeigt, I persönliche Note? II sehr schön

Tretjakow

Fedossejew

Großes Sinfonie-Orchester der UdSSR

Brilliant

1984

27‘28

4-5

live – I Beginn schön ausgeformt, Solo-Violine etwas im Vordergrund, Tongebung könnte etwas Schlanker sein, bringt viel Mendelssohn rüber, II Balance besser, III gute Lautstärkedifferenzierung

Ferras

Silvestri

Philharmonia Orchestra

EMI

1957

27‘46

4-5

ohne Mätzchen, gradlinig, II Höhepunkt

Elman

Golschman

Orchester der Wiener Volksoper

Vanguard

1955

28‘19

4-5

I Orch. straff geführt, jedoch nicht zackig, abwechslungsreicher Geigenton, lebendig, zupackend, II viel Atmosphäre, III gelöst, Sommernachtstraum

Menuhin

Enescu

Orchestre des Concerts Colonne Paris

EMI

1936

25‘40

4-5


Grumiaux

Krenz

New Philharmonia Orchestra

Philips

1972

26‘41

4-5


Vengerov

Masur

Gewandhausorchester Leipzig

Teldec

1993

27‘22

4-5

I perfekt geigender Solist im Vordergrund, II u.III Balance hier besser, gute dynamische Differenzierung

Szeryng

Dorati

London Symphony Orchestra

Mercury

1964

26‘31

4-5

stimmige Interpretation, stellenweise zuviel Stahlsaiten, II Solist intensiv, Dorati etwas pauschal, ausgenommen Anfang

Zimmermann

Albrecht

Radio Sinfonie-Orchester Berlin

EMI

1985

29‘37

4-5

I kein molto, Solist und Orchester gut miteinander, II sehr schöner 2.Teil – sowohl der 2. als auch der 3.Satz könnten etwas schneller sein, III gelungene Legato-Läufe

Kagan

Masur

Gewandhausorchester Leipzig

Live Classics

1983

29‘59

4-5

live – Kagan und Masur im Dienste von Mendelssohn, II weniger intensiv als I und III

Hudecek

Smetacek

Radio-Sinfonie-Orchester Prag

Panton

Supraphon

1974

25'35

4-5

I schlanker Geigenton, entschieden eingesetzt, Orchester an Begleitstellen oft zu leise, II breit, beinahe schon ein Adagio, T. 51 zu laut begonnen, aufmerksames Orchester, III klingt insgesamt sehr spontan – gute Tempi

Chung

Dutoit

Orchestre Symphonique de Montreal

Decca

1981

25‘31

4-5

I recht zügig, männlich, mit Kraft, unverzärtelt, II Solistin etwas zu viel Vibrato, III lebendig

Sitkovetzky, Dimitry

Marriner

Academy of St.Martin-in-the-Fields

hännsler

1995

27‘47

4-5

lebendiges Miteinander, II Sitkovetzky: lange Noten nicht ausgesungen, etwas glatt


Haendel

Sargent

National Symphony Orchestra

Decca

Dutton

1945

27‘53

4

erstaunlich guter Klang, Geigenton nicht ganz so leuchtend wie Martzys, gutes Zusammenspiel

Martzy

Schmidt-Isserstedt

Sinfonie-Orchester des NDR

Tahra

1954

27‘22

4

live – II etwas unruhig in der Tongebung und im Zusammenspiel, II sehr lebendig, Orchester hat Mühe mitzuhalten, live- Atmosphäre, kleine Fehler

Francescatti

Szell

Members of the Cleveland Orchestra

CBS

1961

24'11

4


Francescatti

Mitropoulos

New York Philharmonic Orchestra

Sony

1954

25‘09

4


Midori

Jansons

Berliner Philharmoniker

Sony

2003

27‘40

4

live – I Tempowechselbäder, Orchester im Tutti etwas kompakt, keine große Linie, eher Einzelabschnitte, III Orchester etwas grob

Chen

Harding

Schwedisches Radio-Sinfonie-Orchester

Sony

2011

27'37

4

I Chen schon bei T. 265 langsamer, dort jedoch weniger Atmospähre, maßvolle Kadenz, nicht auftrumpfend, Orchester könnte im Finalpresto etwas hervortreten, Iiruhig und ausdrucksvoll, III könnte etwas spritziger sein – Harding aufmerksamer Begleiter

Znaider

Mehta

Israel Philharmonic Orchestra

RCA

2005

27‘15

4

live – schlanker Geigenton, dynamisch gut abgestuft, wenig eigene Aussage, III besser, gutes Miteinander von Solist und Orchester

Menuhin

Furtwängler

Berliner Philharmoniker

EMI

1952

26‘40

4


Grumiaux

Haitink

Concertgebouw Orchester

Philips

1960

25‘50

4


Grumiaux

Moralt

Wiener Symphoniker

Philips

1954

26‘18

4


Heifetz

Münch

Boston Symphony Orchestra

RCA

1959

23‘37

4


Suk

Ancerl

Tschechische Philharmonie

Supraphon

1964

26‘24

4

in der Auffassung überzeugend, jedoch nicht so geschliffen wie bei Spitzenaufnahmen, II weniger Spannung

Oistrach, Igor

Konwitschny

Gewandhausorchester Leipzig

Berlin Classics

1956

25‘40

4

I überstürzte Triolen des Solisten T.25-39, insgesamt nicht so geschliffen wie bei Spitzenaufnahmen

Capuçon

Harding

Mahler Chamber Orchestra

Virgin

2003

27‘03

4

I flink durch´s Konzert, schlanker Ton, auch das Orchester hat kein bisschen Fett angesetzt, II wirkt irgendwie blutleer, distanziert, steril, III am besten gelungen, Sommernachtstraum – alles sehr klar und durchsichtig

Zukerman

Bernstein

New York Philharmonic Orchestra

Sony

1969

28‘42

4

I gute dynamische Differenzierung, schön gegeigt, lässt sich Zeit, II Geigenton zu mächtig, zu viel Druck, Spätromantik, zelebriert, III große Geste, dynamisch weniger gut differenziert, Mendelssohn?

Zukerman

Giulini

Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester

Hänssler

1979

29'03

4

live, die Kehrseite der Medaille – I zu Beginn schwerfällig, wird aber schneller, Z. beim 2. Thema mit zuviel Bogendruck, viele Rubati, herbstliche Farben, II Adagio, inspiriert, facettenreich - in allen Sätzen (zu) gewichtiges Orchesterspiel, Giulini ein guter Partner, transparentes Klangbild

de Vito

Furtwängler

RAI Orchester Turin

Urania

1952

29‘35

4


de Vito

Sargent

London Symphony Orchestra

EMI

Idis

1951

28‘41

4


Hagner

Schneidt

Radio Sinfonie-Orchester Berlin

Capriccio

1989

28‘13

4

I Solo-Violine im Vordergrund, deshalb musikalischer Verlauf nicht immer gut zu verfolgen, II Solopart gut gesungen, im B-Teil nicht übertrieben

Spalding

Ormandy

Philadelphia Orchestra

Victor

Strings

1941

25‘42

4

I fast keine Tempomodifikationen, frisch, II zu viel Bogendruck, teilweise rührselig, III beim Spiccato-Spiel leicht kratzig – für die Zeit erstaunlich frisches Klangbild

Kulenkampff

Schmidt-Isserstedt

Berliner Philharmoniker

Telefunken Dutton

1935

27‘03

4

Orchester, außer bei Tuttis, zurückgenommen, I Solist männlich, unverzärtelt, II breiter Strich, etwas flattrig, besonders in der tiefen Lage – Aufnahme von Musik eines jüdischen Komponisten 1935 in Berlin !!!

Schneiderhan

Fricsay

Radio Sinfonie-Orchester Berlin

DGG

1956

27‘20

4


Schneiderhan

Schmidt-Isserstedt

Sinfonie-Orchester des NdR

unveröffentlicht

1960

27‘56

4

live

Rabin

Boult

Philharmonia Orchestra

EMI

1957

28‘29

4

Rabin der Techniker, I nicht besonders romantisch, I weniger Allegro, II Rabin eindeutig im Vordergrund, gelungener Dialog im 2.Teil, III Satz hat wenig Spannung, da zu sehr auf den Solisten konzentriert

Ricci

Celibidache

Sinfonie-Orchester des NDR

Tahra

1951

29‘17

4

live – I 2.Thema mit Inbrunst, nicht alle Passagen geschliffen, II etwas flattrige Tongebung, aufmerksame Orchesterbegleitung, III alla marcia, zu langsam, deshalb nur geringe Spannung

Lin

Tilson Thomas

Philharmonia Orchestra

CBS

1982

28‘30

4

perfekte Aufnahme ohne besondere eigene Note, II Solist zu viel Vibrato, zu viel Zucker

Jansen

Chailly

Gewandhausorchester Leipzig

Decca

2005

26‘42

4

live – I Solo: mehr kleine Abschnitte als große Bögen, Fluss der Musik gebremst, etwas unruhig, II zart, III T. 107-116 Geige zu sehr zurück

Laredo


Scottish Chamber Orchestra

IMP

P 1986

27‘52

4

ohne Dirigent, Orchester in die Rolle des Begleiters gedrängt

Menuhin

Kurtz

Philharmonia Orchestra

EMI

1958

26‘32

4



Mutter

Karajan

Berliner Philharmoniker

DGG

1980

30‘27

3-4


Taschner

Lehmann

Bamberger Symphoniker

EMI

1953

26‘12

3-4

I Geige vorgezogen, etwas unruhig, nicht immer perfekt, Taschner fast das Konzert als Virtuosenstück auf, II saugender Geigenton, Portamenti, Orchester nur Begleitung, III mehr Mendelssohn als in den anderen Sätzen, Stahlsaiten

Francescatti

Previtali

RAI Orchester Turin

Tahra

1953

27'56

3-4

live

Rachlin

Norrington

SWR Sinfonie-Orchester Stuttgart

unveröffentlicht


27‘28

3-4

Solist mit, Orchester ohne Vibrato!?, I Rachlin setzt eigene Schwerpunkte in der Kadenz, II Solo-Vl. mit üppigem Vibrato, III Stahlsaiten, die Elfen tanzen nur pflichtgemäß

Kennedy

Tate

English Chamber Orchestra

EMI

1987

28‘56

3-4

I Tempowechselbäder, II aufmerksame Orchesterbegleitung, III am besten gelungen

Schmid

Raiskin

Rheinische Philharmonie Koblenz

Oehms

2008

27'01

3-4

I Geigenstimme hört man T. 105-112 fast nirgends so deutlich, immer wieder Tempowechsel, Zeichen von Spontanietät?, II Orchester T. 52 zu laut, könnte lockerer und Leichter sein, III wenig Abwechslung in Schmids Tongebung, ohne Mendelssohnsche Leichtigkeit – Tutti-Klang etwas klobig

Ughi

Prêtre

London Symphony Orchestra

RCA

1981

26‘38

3-4

I 2.Thema Geigenton zu viel Druck, klingt etwas gequetscht, II Orchester nur Begleitung, III großzügige dynamische Differenzierung – mehr Virtuosenkonzert als Mendelssohn

Perlman

Barenboim

Chicago Symphony Orchestra

Erato

1993

26‘21

3-4

I Orchester meldet sich erst ab T.25, Klangbalance zugunsten des Solisten stark verschoben, Perlman lupenrein, fabelhaft, II Solist mit viel Vibrato, Mittelteil rührselig

Shaham

Sinopoli

Philharmonia Orchestra

DGG

1988

30‘13

3-4

I Tempowechselbäder, II anfangs schwer lastend, nicht wie eine Blume, die sich beim Sonnenaufgang öffne

t, III überzeugender

Menuhin

Frühbeck de Burgos

London Symphony Orchestra

EMI

1971

27‘13

3-4



Gitlis

Swarowsky

Wiener Symphoniker

Vox

~ 1955

23‘59

3

I schnelles Tempo, lyrische Passagen kommen dabei kaum zu ihrem Recht, Virtuosenkonzert, II starkes Dauervibrato des Solisten nervt!, Orchester im Hintergrund, III Stahlsaiten, mangelnde dynamische Differenzierung – Mendelssohn?

Josefowicz

Dutoit

Orchestre Symphonique de Montreal

Philips

1999

29‘38

3

I Tempowechselbäder, eher Abschnitte als Zusammenhang, Violine zu viel Vibrato

,aufmerksame Orchesterbegleitung, III etwas derb, kratzig, das Schwebende, Hüpfende fehlt, klingt eher nach Tschaikowsky

Menuhin

Davis

London Symphony Orchestra

BBCL

1964

26‘32

3



Erstfassung 1844:


Hope

Hengelbrock

Chamber Orchestra of Europe

DGG

2007

25‘49

4-5

historisch informierte Interpretation, Portamenti der Solo-Violine, aufgerauhtes Klangbild

van Keulen

Markiz

Neue Sinfonietta Amsterdam

BIS

1998

25'35

4-5

erste Einspielung der Fassung der Uraufführung, lebendige Tempi, Geige zu Beginn unterschiedlich präsent, Finale könnte noch etwas spritziger sein – Markiz ist ein einfühlsamer Begleiter



Aufnahme mit Instrumenten aus der Entstehungszeit des Violinkonzerts:


Hudson

Goodman

The Hanover Band

Nimbus

1988

26'59

5

Konzertmeister als Solist, sehr gutes Zusammenspiel, an lyrischen Stellen schöner, intensiv leuchtender Geigenton, von musikalischer Energie sprühendes Finale


Anmerkungen zu Interpreten und Interpretationen:


Von Isaac Stern kenne ich vier Aufnahmen, zwei sind unter Leitung von Eugene Ormandy – früher selbst Geiger - im Studio produziert worden, die anderen wurden beide im Jahr 1951 im Konzertsaal mitgeschnitten. Die Dirigenten hier waren der russisch-gebürtige Nikolai Malko sowie Rafael Kubelik. Die Aufnahmen decken einen Zeitabschnitt von neun Jahren ab, in dem sich Sterns Auffassung vom Mendelssohn-Konzert kaum gewandelt hat. In den Studio-Aufnahmen fällt auf, dass sich während dieser Jahre nicht nur die Klangtechnik verbessert, sondern sich auch Ormandys Orchester in Bezug auf Tonschönheit weiterentwickelt hat. Stern geht das Konzert mit kraftvollem Ton an, der jedoch keineswegs üppig klingt, sondern Sterns Erzählkunst auf seiner Geige geschmeidig dem Hörer darbietet. Am besten gefallen mir die Ormandy-Aufnahme in Stereo von 1958 sowie die live-Aufnahme aus Kopenhagen mit Malko. Der 2. Satz ist jeweils wunderbar ausgesungen, die Orchester begleiten sehr aufmerksam und im Finale sprühen die Funken. Im Vergleich Stern – Kreisler/Blech klingen Sterns Aufnahmen schon ein wenig bemüht, da nicht so leicht, locker, elfenhaft im Passagenwerk.


Nathan Milstein: Von diesem in Odessa geborenen Geiger liegen mir vier Studio-Einspielungen sowie zwei Konzertmitschnitte aus Luzern und Salzburg unter der Leitung von Igor Markevitch bzw. George Szell vor. Seine erste Aufnahme mit Bruno Walter aus dem Jahr 1945 gefällt mir am besten, sie ist im 1. Satz sehr lebendig gespielt, im 2. Satz gestaltet Milstein intensiv und ausdrucksvoll seinen Part und im Finale zielen die Interpreten ein Feuerwerk ab, ohne Mendelssohns Musik zu überfahren. Die folgende Aufnahme betreute William Steinberg, zur vorhergehenden gibt es kaum Unterschiede, abgesehen vom besseren Klang. Der Finalsatz ist immer noch sehr lebendig, jedoch etwas weniger schnell gespielt. Bewunderungswürdig ist bei Milstein, wie er die ersten zehn Takte unter einem großen Bogen zusammenfasst. Auch die beiden anderen Studio-Produktionen können gefallen, der 2.Satz mit Barzin ist ein Juwel, bei Abbado nimmt die verbesserte Klangtechnik für sich ein, was vor allem der Durchhörbarkeit zugute kommt. Da hapert es etwas beim Salzburger-Mitschnitt mit Szell und den Berliner Philharmonikern, klanglich ist sie nicht optimal aufgezeichnet, die einzelnen Orchester-Instrumente bzw. Gruppen sind leider nicht differenziert wahrzunehmen, auch hier überzeugt ein gelungener 2.Satz. Etwas besser klingt der noch ältere Mitschnitt von den Luzerner Festwochen, er ist zwar kompakt aber besitzt auch eine gewisse Transparenz. Das Klangbild ist leider wenig farbig. Markevitch nimmt sich etwas mehr Zeit, besonders im 2. Satz.


Mit David Oistrach kenne ich eine Aufnahme aus Philadelphia sowie eine noch ältere russische Aufnahme mit Kondraschin. Am Heiligabend (!) des Jahres 1955 nahm Oistrach mit Ormandy gleich drei (!) Konzerte auf. Außer dem von Mendelssohn noch Bachs E-dur sowie Mozarts D-dur Konzert KV 218. Oistrach macht in dieser Aufnahme klar, dass es sich seiner Meinung nach um ein klassisches, nicht unbedingt ein romantisches Konzert handelt. Beim 2. Thema erlaubt sich Oistrach keine gefühlsbetonte Drücker, die Temporelationen zwischen den einzelnen Abschnitten gefallen, der 3. Satz ist lebendig gestaltet. Bekanntlich spielt der Geiger auch hier mit mehr Bogendruck als andere. Die ältere Moskauer Produktion klingt im 1. Satz gelöster als 1955, lastete damals noch der Druck des USA-Debuts auf ihm? 1949 lässt er das 2. Thema schwärmerisch aufblühen. Das Klangbild ist jedoch entfernter, daran gewöhnt sich das Ohr aber schnell. Den einen oder anderen Hörer wird indes der hervorstechende Klang der Stahlsaiten von Oistrachs Instrument stören. Oistrachs Sohn Igor Oistrach spielt in seiner frühen Aufnahme aus Leipzig alle Sätze schneller als der Vater, im 1. Satz gibt es dabei einige überstürzte Triolen (T. 25 ff), auch der 3. wird sehr schnell genommen. Für mich will sich das Mendelssohn-Idiom bei ihm nicht richtig einstellen.


Mit Zino Francescatti stehen hier drei Aufnahmen zur Diskussion: 1954 spielte der französische Geiger das Konzert mit Dimitri Mitropoulos und dem NYPO ein, es ist ein gut durchschnittliche Aufnahme, der 1. Satz männlich, auftrumpfend dargeboten, der letzte mit Schwung, jedoch nicht sonderlich differenziert. Francescatti arbeitet mit viel Bogendruck. In der Stereozeit stand George Szell am Pult, der viele Details öffnet, für einen tranparenteren Klang sowie etwas schnellere Tempi sorgt, die Geige bleibt jedoch nach wie vor (etwas robust) im Vordergrund, es ist ein Mendelssohn in Werktagskleidung. Nach dem dramatischen Kopfsatz folgt ein unverzärteltes Andante con moto, das trotzdem intensiv gestaltet wird. Für das Finale haben sowohl Solist als Dirigent ein gutes Gespür, es bleiben aber Wünsche offen. Neben diesen Studio-Produktionen steht noch ein Konzertmitschnitt als Turin mit Fernando Previtali am Pult. Die Geige ist immer vorn und wird mit viel Bogendruck gespielt, den Läufen fehlt es an Eleganz.Das Orchester ist eher ein Begleiter als Dialogpartner, im Zweiten Satz kommen die viele Pizzicati der Streicher zu wenig markiert. Auch der 3. Satz wird routiniert angegangen, dem Solisten unterlaufen einige unsaubere Stellen. Der Klang ist kompakt, an Tuttistellen gibt es leichte Verzerrungen.


Dass Wolfgang Schneiderhan zeitlebens ein profunder Anwalt des Beethoven-Violinkonzerts war, ist allgemein bekannt, bei Mendelssohn trifft dies jedoch m. E. nicht zu. Dafür ist Schneiderhans Geigenton etwas zu breit, ausladend und wirkt deshalb hier und da auch breiig. Am wenigsten stört das noch im Mittelsatz. Mendelssohns Melodien sollten eher mit dem Silberstift gezeichnet werden und vertragen weniger breiter gemalte Linien. Dass es sich bei der Platteneinspielung mit F.Fricsay als Partner um keinen Einzelfall handelt, beweisen auch Rundfunk-Mitschnitte unter Leitung von H.Schmidt-Isserstedt und H.Iwaki.


Yehudi Menuhin steht beim Mendelssohn-Konzert mit fünf Aufnahmen in meiner Sammlung. Die älteste wurde noch von seinem Lehrer und Mentor Georges Enescu begleitet, der Solist war damals 20 Jahre alt und bereits einige Jahre auf den Konzertpodien unterwegs. Zu Menuhins Werdegang empfehle ich ausdrücklich die Lektüre des entsprechenden Artikels in J. W. Hartnacks kenntnisreichen Buches „Große Geiger unserer Zeit“(Zürich 1977). Beim Vergleich von Menuhins Aufnahmen gefällt mir eindeutig die mit Enescu am besten. Hier trifft er intuitiv den richtigen Ton, sein Geigenspiel klingt natürlich und unangestrengt. Das 2. Thema des 1. Satzes ist nur unwesentlich verzögert, im 2. Satz setzt er nur wenig Vibrato ein. Seine zweite Aufnahme entstand 1952 unter Leitung von Wilhelm Furtwängler im Berliner Studio Jesus-Christus-Kirche. Menuhin setzt gleich zu Beginn statt p bereits mf ein, beim 2. Thema wird er, wie fast alle anderen Geigerinnen und Geiger auch, langsamer. Furtwängler steuert nicht nur eine adäquate Begleitung bei, sondern lenkt auch den Blick auf musikalische Zusammenhänge, gut zu verfolgen nach der Kadenz bis zur Wiederholung des 2. Themas. Den 2. Satz beginnt Furtwängler wie ein Bruckner-Adagio, danach geht es jedoch zügiger voran, Orchester und Solist spielen die vielen p-Stellen zu laut. Der letzte Satz wird eher sinfonisch gewichtig als ein unbeschwerter Kehraus genommen, Menuhins Geigenspiel ist dabei nicht immer schlackenlos. Diese Manko erlebt man in den späteren Aufnahmen verstärkt. Als besondere Schwachstelle muss man das Finale in der live-Aufnahme mit C. Davis erkennen, bei der erhebliche Intonationsprobleme hinzu kommen. Man hat den Eindruck, als bewältige Menuhin den Satz nur noch mechanisch. Die Stereo-Einspielung mit E. Kurtz gefällt mir da besser. Bei seiner letzten Aufnahme mit R. Frückbeck de Burgos ist die Geige wie zu Mono-Zeiten etwas im Vordergrund platziert, nicht unbedingt zu ihrem Vorteil, da einige Passagen (z. B. T. 418-427) geigerisch wenig überzeugen können. Im 2. und 3. Satz lässt die dynamische Differenzierung sowohl beim Orchester als beim Solisten zu wünschen übrig, im 2. Satz spielt Menuhin auch mit (zu) viel Bogendruck. Beim 3. Satz scheinen Solist und Orchester nicht richtig zu einem Miteinander zu finden.


Gioconda de Vitos Geigenton ist nicht immer genau fokussiert. Wenn sie zu viel Bogendruck einsetzt, wirkt er etwas flattrig, flüchtig, mal breit, dann wieder spitz. In der Tempogebung neigt die Geigerin zu abrupten Wechseln, z. B. T. 97 prescht sie plötzlich los, ebenso T. 181, da muss der Dirigent aufpassen, dass das Orchester mithält. Beim 2. Thema des 1. Satzes wird sie nach und nach langsamer, so dass die Musik vor Selbstverliebtheit fast still steht, vor allem in der Aufnahme mit Furtwängler.


Von Arthur Grumiaux liegen mir drei Studio-Aufnahmen vor, von denen mir die zuletzt unter der umsichtigen Mitwirkung von Jan Krenz produzierte am besten gefällt. Hier wird konzentrierter gespielt als bei den Vorgänger-Aufnahmen mit Rudolf Moralt bzw. Bernard Haitink. Bei Krenz lässt Grumiaux Blicke ins Innenleben des Konzerts zu, bei Moralt scheint weniger geprobt worden zu sein, Routine macht sich hier und da breit, stellenweise klingt die Musik etwas hölzern, Pluspunkt: die con forza-Stelle T. 219 f kurz vor Schluss, aber die kann nur dem Solisten gut geschrieben werden. Haitink übertrifft zwar Moralt, kann jedoch mit seinem Orchester Grumiaux nicht richtig herausfordern.


Bei Anne Sophie Mutter stehen dem Musikfreund zwei Aufnahmen zur Verfügung. Die erste entstand nach Beginn ihrer Karriere unter der Obhut ihres Mentors Herbert von Karajan, der ihr seinen Stempel aufdrückte. Die Laufzeit des 1. Satzes wird nur noch von Sinopoli/Shaham überboten. Es entsteht kaum ein Zusammenhang zwischen den Werkabschnitten, Mutter konzentriert sich auf ihren Part, sie wirkt noch scheu, etwas starr, Karajan begleitet mit schönen Klängen, aber es ereignet sich fast nichts. Ganz anders die jüngste Aufnahme mit dem bewährten Kurt Masur als Begleiter, in der sich die in der Zwischenzeit gemachten Erfahrungen im Umgang mit op. 64 widerspiegeln. Der gewandelte Zugang zum Werk ist überall greifbar, besonders in den kontrastreich genommenen Ecksätzen.


eingestellt am 01.08.09

ergänzt und bearbeitet am 10.10.16





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