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Klaviersonate a-moll D.537 (op.164)

Haefliger, Andreas

Avie

2003

20‘44

5

„Als wär‘s ein Stück von ihm"

Schiff

Decca

1992

24‘10

5

Schiffs geschliffene Interpretation ist mehr der Hausmusik verpflichtet, während Haefliger eher das Konzertpodium im Auge hat

Levin

Sony

1992

24‘50

5

Hammerflügel - fantasievoller Umgang mit dem Notentext

 

Endres

Capriccio

1994

24‘58

4-5

 

Katin

Olympia

1987

21‘03

4-5

 

Kempff

DGG

1968

18‘05

4-5

 

Planés

HMF

2002

23‘49

4-5

 

Bilson

Hungaroton

1995

18‘56

4-5

Hammerflügel

Benedetti Michelangeli

aura

1981

23‘58

4-5

live-Darstellung freier, runder und überzeugender als im Studio, sehr diszipliniertes Publikum

 

Zacharias

EMI

P 1995

21‘14

4

 

Klien

VOX

~1972

19‘32

4

 

Kuerti

Analekta

1984

20‘16

4

 

Brendel

Philips

1982

22‘06

4

 

Benedetti Michelangeli

DGG

1980

22‘25

4

 

Rudy

EMI

1988

19‘24

4

 

Dalberto

Denon

1989

21‘28

4

I eher konzertant als Schubert nachspürend, III virtuos, aber etwas glatt

 

Schuchter

Tudor

1970

19‘01

3-4

solide, besondere Affinität zum Stück?, 3.Satz etwas betulich

Uchida

Philips

2001

19‘57

3-4

 
 

Damgaard

TIM

C 2002

18‘09

3

ständige Rubati bringen Unruhe ins Werk, war die Sonate zu leicht?

Von den „frühen" Schubert-Sonaten gefallen mir die unvollendete in f-moll D.625 sowie die vorliegende in a-moll aus dem Jahr 1817 am besten. Schuberts erste a-moll Sonate ist ein interessantes Werk, zeigt aber auch, dass der Komponist damals noch ein Suchender in Sachen Sonatenform war. Immer wieder gibt es Brüche, die einzelnen Abschnitte sind wenig miteinander verbunden, die Themen werden kaum durchgeführt, vielmehr in anderen Tonarten wiederholt. Durch die Brille Bruckners gesehen durchaus eine „moderne" Methode. Das Thema des 2. Satzes ist die Vorform des Themas im 4.Satz der A-dur Sonate D.959, es erlebt noch nicht wie in dieser eine kunstvolle Durchführung, es hat noch keine Biographie.

Viele Musikologen haben sich die Köpfe zerbrochen über die vielen Pausen im letzten Satz der B-dur Sonate D.960, wie diese zu deuten sind, was sich Schubert hierbei gedacht hat? Eine schlüssige Antwort haben sie noch nicht gefunden, es gibt sie vielleicht auch nicht. In den 3. Satz der vorliegenden a-moll Sonate hat Schubert in ähnlicher Weise auch viele Pausen hineinkomponiert. Bisher ist meines Wissens darüber noch nicht geschrieben worden.

Die unterschiedlichen Laufzeiten resultieren weniger aus unterschiedlichen Temporealisationen als aus der Beachtung/Nichtbeachtung der vielen Wiederholungen.

eingestellt 2004

letzte Ergänzung: 06.03.10

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