Das Klassik-Prisma

 

 Bernd Stremmel 

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Frederic Chopin

 

Walzer – Auswahl

 

Mit der Etablierung der Langspielplatte ab den 1950er Jahren setzten sich bei Klavieraufnahmen von Chopin vollständige Zyklen durch: 12 Etüden op. 10 und 12 Etüden op. 25, 24 Preludes op. 28 sowie 14 Walzer. Das heißt jedoch nicht, dass nur noch Zyklen eingespielt wurden, einzelnen Etüden, Preludes und Walzer begegnete man weiterhin nebeneinander auf den Platten. So ist es bis heute geblieben.

 

8 Walzer waren vor Chopins Tod 1847 im Druck erschienen:  Es-Dur op. 18, 3 Walzer op.34, Walzer As-Dur op. 42, 3 Walzer op.64.  2 Walzer aus den Jahren 1835 und 1829 wurden posthum unter der Opuszahl 69 sowie 3 Walzer aus den Jahren 1829 bis 1841 posthum unter der Opuszahl 70 veröffentlicht. In den späteren Druckausgaben (alte Gesamtausgaben wie z. B. Peters) finden wir noch einen Walzer in e-Moll op. posth, gedruckt 1868, komponiert jedoch bereits 1830. Von den folgenden Pianisten kamen unter dem Titel „Chopins 14 Walzer“ (incl. Nr. 14 e-Moll), quasi als Gesamtaufnahme, auf den Plattenmarkt, sozusagen als Gesamtaufnahme: Cortot, Rubinstein, Askenase, Brailowsky, Arrau, Perlemuter, Lipatti, Malcuzynski, Cziffra, Françoise, Haraciewicz, Entremont, Maria-Joẩo Pires sowie K. Zimerman, dessen Walzer-LP 1977 auf den Markt kam. Ein Sonderfall ist Lipattis letztes Konzert vom 16. Sept. 1950 in Besançon, hier hat der Pianist nur 13 Walzer aufgeführt, die auch mitgeschnitten wurden. Lipatti verzichtet jedoch nicht auf den Walzer e-Moll aus dem Nachlass, sondern auf den Walzer As-Dur op. 34 Nr. 1. Vermutlich waren gesundheitliche Probleme des Pianisten der Grund für diese Kürzung. Wie auch andere Pianisten spielt er nicht nach der Reihenfolge der in den Noten gedruckten Walzer, sondern folgt einer selbst zusammengestellten Abfolge, am Ende stand die Nr. 1 Es-Dur.

 

Musikforscher gelang es in den folgenden Jahren weitere Walzer ausfindig zu machen, die dann auch veröffentlicht und eingespielt wurden, so von Vasary, Katsaris und Luisada, hier zählte man jetzt 17 Walzer. Auf 19 Walzer brachten es Magaloff, Fiorentino, Ashkenazy, Kocsis, Collard. Ohlsson, Tharaud sowie Ott, die weitere entdeckte (?) aufnahmen. Die Urheberschaft Chopins ist bei diesen ist doch nicht restlos gesichert.

 

Hier noch ein wichtiger Hinweis, der alle Walzer betrifft: bei den einzelnen Walzern handelt es sich in Wirklichkeit jeweils um eine kunstvolle Zusammenstellung mehrerer Walzer, man könnte besser auch von Abschnitten sprechen, um einer Verwirrung zu entgehen.

 

Viele Pianistinnen und Pianisten spiel(t)en in Konzerten in der Regel nur eine Auswahl der Walzer, so verhielt es sich auch bei ihren Plattenaufnahmen, besonders in den 1920er bis 1950er Jahren bei Schellackaufnahmen, da passte ein Walzer mit 3 bis 5 Minuten komfortabel auf eine Seite. Auch findet man einzelne im Rahmen einer Zusammenstellung unterschiedlicher Chopin-Stücke auf einer LP oder CD. Zuletzt erinnere ich noch an Walzer, die als Zugabe am Ende eines Recitals gespielt werden. Bei einigen Solisten/-innen sind es immer dieselben.

 

Betrachten wir nun einzelne ausgewählte Walzer etwas genauer:

 

Walzer Nr. 1 Es-Dur op. 18 „Grande valse brillante“

 

Der Walzer ist aus sechs musikalischen Abschnitten zusammengefügt (Buchstabe A bis G), die sich mehrmals abwechseln. vier Abschnitte sollen auch im Laufe der Komposition wiederholt werden (unterstrichen). Schematisch stellt es sich folgendermaßen dar:

Einleitung / A / B / A / B / C / D / C / F / D / F / G / Überleitung (wie A) A / B / A / Finale aus Motiven von A / B/ D

 

 

5

Dinu Lipatti

EMI

1950

4‘32

 

 

spannungsintensives, prickelndes Allegro, wie entfesselt, W2 etwas langsamer, T. 165 ff. idem – W 2 und 4 fehlen

 

5

Dinu Lipatti

EMI

1950

3‘57

 

 

live aus Lipattis letztem Konzert – Darstellung wie ▲, W2 und W4 fehlen

 

5

Krystian Zimerman

DGG

P 1977

5‘38

 

 

Abschnitte C und G im Tempo zurück, individuelle Gestaltung in Dynamik und Tempo, Musik nicht nur durchgezogen – alle W

 

5

Alexandre Tharaud

HMF

2005

5‘14

 

 

elegant, einfallsreich – alle W

 

5

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

5‘01

 

 

jeder Walzer erhält seine spezifische Physiognomie – alle W

 

5

Abdel Rahman El Bacha

Forlane

1997

5’08

 

 

souverän, mit deklamatorischer Brillanz, prickelnd, natürlich gestaltete Agogik – alle W

 

 

   

 

4-5

Zoltan Kocsis

Philips

1981

4‘50

 

 

individuelle Gestaltung, auch im Tempo – alle W

 

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1953

5‘20

 

 

Wechsel der Atmosphäre, T. 165 ff. etwas langsamer – alle W

 

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1963

5‘16

 

 

etwas zurückhaltender als ▲, T. 165 ff. etwas langsamer – alle W

 

4-5

Jean-Marc Luisada

DGG

1990

5‘43

 

 

nuanciertes Spiel, T. 165 ff. etwas langsamer – alle W

 

4-5

Alexander Brailowsky

CBS     Sony

1960

4‘42

 

 

anfangs etwas leiser, einzelne Takte sanft hervorgehoben, ziemlich festes Tempo, schlankes Musizieren, etwas mehr Saft als Rubinstein – ohne W 2 und 3

 

4-5

Vladimir Ashkenazy

Decca

1977/78

4‘46

 

 

zupackendes Musizieren, gutes Tempo, souverän – W 4 ausgelassen

 

4-5

Stefan Askenase

DGG

1951

5‘09

 

 

nuanciertes Spiel, nicht gehetzt, jeweils neuer Abschnitt sanft hervorgehoben – W4 fehlt

 

4-5

Jean Philippe Collard

EMI

1985/86

5‘22

 

 

leider nur warmes Feuer – alle W

 

4-5

Cyprien Katsaris

Telefunken

1981

5‘11

 

 

Anschlag etwas fest/hart – alle W

 

4-5

Vlado Perlemuter

Scribendum          Silver Oak

1962

5‘16

 

 

Pianist zeigt Sensibilität für den Notentext, T. 165 ff. langsamer, T. 233 gekürzt – W 2 und W 3 fehlen

 

4-5

Samson François

EMI

1952

4‘33

 

 

spürbare Vitalität, individuelle Tempogestaltung – W 4 fehlt

 

4-5

Augustin Anievas

EMI

1969

5‘25

 

 

zögernder Einstieg, Pianist lässt sich auf das Potential des Walzers ein – alle W

 

 

   

 

4

Nikita Magaloff

Philips

1975

5‘15

 

 

schmale dynamische Bandbreite – alle W

 

4

Alfred Cortot

EMI

1934

4‘32

 

 

etwas zu hektisch, einige Fehlgriffe, Dynamik nach Gusto – W 4 fehlt

 

4

Geza Anda

Ariola    BMG

1975

5‘55

 

 

gediegen, Anda möchte nichts „zeigen“, spielt nur für sich, alle W

 

4

Tamás Vásáry

DGG

1965

5‘04

 

 

immer wieder Tempowechsel, bringt Unruhe in den Vortrag, Dynamik etwas frei gestaltet – alle W

 

4

Sergei Rachmaninoff

Ampico Rolls        Telarc

1921

4‘40

 

 

insgesamt elegant mit einigen rit., T. 233 ausgelassen – nur W 1

 

4

Philippe Entremont

CBS    Sony

1967

5‘09

 

 

geglättet, gestalterische Blässe – alle W

 

4

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

5‘01

 

 

insgesamt etwas grob, Pause T. 233 entfällt – alle W, W 2 etwas langsamer

 

4

Adam Harasiewicz

Philips

P 1966

5‘23

 

 

Dynamik in der ersten Hälfte etwas lasch, sf-Zeichen oft übergangen – alle W

 

4

Alicia Sara Ott

DGG

2009

5‘37

 

 

Dynamik und Tempo nicht immer nach Vorlage, wirkt auf mich etwas unstet – alle W

 

4

Daniil Trifonov

Decca

2010

4‘04

 

 

live, fast überdeutliche Tempogegensätze, Pianist hat mehr Einzelheiten als das Ganze im Blick, das Virtuose mit hohem Stellenwert – keine W

 

4

Lang Lang

Sony

2012

5‘41

 

 

E ohne Anteilname, Überleitung T. 180-188 etwas gewollt, viele Töne gestoßen, das übergeht Zusammenhänge, wenig geschmeidiger Vortrag – alle W

 

4

Wilhelm Backhaus

Ermitage

1960

4‘13

 

 

live, improvisierter Eingang, erinnert an den jungen Pianisten, der noch Brahms vorgespielt hat, T. 233 ausgelassen – nur W 1

 

4

György Cziffra

Medici Arts

1964

4‘36

 

 

live, spontan wirkende Musizierfreude, bei Abschnitten C und G langsamer – W 3 und 4 unberücksichtigt

 

 

   

 

3-4

György Cziffra

Philips

1962

5‘07

 

 

insgesamt gedehnte Tempi, W 4 fehlt, bei Buchstabe C langsameres Tempo, bei Buchstabe F con anima nicht verwirklicht

 

3-4

Claudio Arrau

Philips

1979

6‘03

 

 

ruhige Gangart, ohne Feuer, T. 165 ff. etwas wie buchstabiert, T. 263 ff. schwerfällig – alle W

 

3-4

Witold Malcuzysnki

EMI

1959

4‘16

 

 

aufgeweichte Tempi, Dynamik nach Gusto – keine W

 

3-4

Garrick Ohlsson

hyperion        helios

1995

5‘26

 

 

Individuelle Tempi und dynamische Gestaltung – alle W

 

3-4

Sergio Fiorentino

Piano Classics

1962

4‘24

 

 

etwas wie drauflos gespielt, wenig elegant, leicht belegtes Klangbild – W 4 fehlt

 

3-4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

1928

4‘13

 

 

unstete Tempi, viel f / ff-Einsatz – ohne W

 

 

 

 

 

 

 

 

______________________________________________________________________________________________________________________________

 

 

Walzer Nr. 2 As-Dur op. 34 Nr. 1 „Valse brillante“

 

Auch der zweite Walzer trägt den Zusatz „Valse brillante“. Er stammt aus dem Jahre 1835 und ist der erste aus einer Serie von drei Walzern, zusammengefasst unter der Opus-Zahl 34. Nach einer Einleitung von 16 Takten schließt sich eine Folge von sechs Abschnitten an (A-E), die sich mehrmals abwechseln, lediglich Abschnitt A und B sollen wiederholt werden. Vor dem Beschluss (T. 276- 304), unter Verwendung von zuvor gespielten Motiven, schiebt Chopin ab T. 245-275 noch eine Final-Stretta ein. Im Vergleich stützt sich dieser Walzer auf das umfangreichste musikalische Material.

 

Schematisch stellt es sich folgendermaßen dar:

 

Einleitung A / B / C / C-Variante / D / D / E / D / F / C / A / B / C / C-Variante / Stretta / Finale

 

5

Dinu Lipatti

EMI

1950

4‘28

 

mit Bedacht, ausdrucksstark, keine übertriebenen Temposchwankungen – keine W

5

Artur Rubinstein

RCA

1953

5‘06

 

selbstbewusst, stolze Haltung, klares Klangbild – keine W

5

Zoltan Kocsis

Philips

1981

5‘01

 

brillante, überüberschäumende Musizierlaune

5

Krystian Zimerman

DGG

P 1977

4‘55

 

immer das Ganze im Blick, es ist ein Walzer, kein Virtuosenstück

 

   

4-5

Svjatoslav Richter

Orfeo

1977

5‘07

 

live, klares Klangbild, spontan wirkende Musikfreude

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1963

5‘03

 

ähnlich ▲, im Ausdruck zurückhaltender, - keine W

4-5

Maurizio Pollini

DGG

2008

4‘53

 

E con fuoco, überwiegend heroische Darstellung, kräftig zupackend

4-5

Cyprien Katsaris

Teldec

P 1981

5‘03

 

E schneller als das Folgende, ausdrucksstark, innere Spannung – keine W

4-5

Abdel Rahman El Bacha

Forlane

1997

5‘13

 

geschmeidig, auch sanft auftrumpfend, ausdrucksstark

4-5

Alicia Sara Ott

DGG

2009

5‘19

 

große dynamische Spannbreite, nach eigenem Gusto, klarer Anschlag, insgesamt zurückhaltendes Tempo – keine W

4-5

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

5‘35

 

E letzte Takte von T. 4 und T. 8 länger, kein richtiges staccato, gegen Ende einer Phrase rit, fantasiereiche Darstellung

4-5

Alexander Brailowski

CBS     Sony

P 1974

4‘49

 

leichte Tempoverschiebungen, jedoch insgesamt elegant

4-5

Augustin Anievas

EMI

1969

5‘36

 

pointiert artikuliert, mit viel Klangsinn

 

   

4

Jean-Marc Luisada

DGG

1990

5‘32

 

Luisada gibt jedem Abschnitt sein eigenes Tempo

4

Stefan Askenase

DGG

1951

4‘54

 

verspielte Haltung, wechselnde Tempi, etwas harter Anschlag – keine W

4

Jean Philippe Collard

EMI

1985/86

5‘05

 

heroisch, Pianist wagt aber auch p – keine W

4

Martha Argerich

Frequenz

~ 1965

5‘03

 

pointierte Dramatik, Argerich neigt hier und da zum Auftrumpfen, mehr Martha als Frederic

4

Nikita Magaloff

Philips

P 1976

4‘52

 

teilweise klangliche Wucht, gediegen – keine W

4

Philippe Entremont

CBS    Sony

P 1971

5‘22

 

Abschnitte gut gegenübergestellt, zurückhaltendes Tempo

4

Garrick Ohlsson

hyperion        helios

1995

5‘44

 

Ohlsson achtet immer wieder auf f

4

Alexandre Tharaud

HMF

2005

5‘17

 

mit rhythmischer Energie, zupackend, etwas grob

4

Vladimir Ashkenazy

Decca

P 1977

4‘56

 

etwas kleinteilig interpretiert, man vermisst Bögen – keine W

 

   

3-4

Adam Harasiewicz

Philips

P 1966

5‘02

 

betriebsam, die große Linie, temperamentvoll, dynamisch etwas einfallslos

3-4

Witold Malcuzysnki

EMI

1959

4‘49

 

unterschiedliche Tempi, T. 171-175 klirrender Diskant – keine W

3-4

György Cziffra

Philips

1962

5‘48

 

insgesamt etwas schwerfällig, bei Abschnitt D stockend

3-4

Tamás Vásáry

DGG

1965

4‘53

 

gediegen, etwas harter Anschlag – keine W

3-4

Sergio Fiorentino

Piano Classics

1962

4‘36

 

unruhiges Tempo während des gesamten Walzers – keine W

3-4

Jewgenij Kissin

RCA

1993

4‘39

 

live, mit Verve am Werk, auftrumpfend, insgesamt jedoch etwas einfallslos

3-4

Michail Pletnjew

DGG

1996

4‘57

 

immer wieder Tempowechsel, weicher Anschlag, Dynamik nicht nach Vorlage, eigene Ideen, Vortrag klingt elegant, jedoch persönliche Sicht abseits des Notentextes – keine W

 

   

3

Samson François

EMI

1963

5‘18

 

Dynamik und Tempo nach Gusto, insgesamt etwas grob

3

Alfred Cortot

EMI

1934

4‘42

 

kein festes Tempo, immer wieder wird gebremst, keine W, die T. 161-176 jedoch lässt Cortot entgegen des Notentextes wiederholen

3

Alfred Cortot

EMI     Andromeda

1943

4‘27

 

draufgängerisch, grob, klanglich bessere Präsenz als ▲ – keine W

3

Vladimir Perlemuter

Scribendum       Silver Oak

1962

5‘03

 

E ohne richtige Spannung, Pianist verzettelt sich in Einzelheiten – ohne W

3

Wilhelm Backhaus

Decca     Emeritage

~ 1951

4‘48

 

live, Temposchwankungen, Abschnitt D T. 129 ff. ausgelassen, insgesamt ohne Passion – keine W

3

Claudio Arrau

Philips

1979

6‘09

 

Arrau nähert sich flexibel dem Notentext, aufgrund des Tempos jedoch zäh und spröde

3

Arturo Benedetti Michelangeli

aura

1962

537

 

live, robust, Rhythmen werden verbogen, mehr ABM als Chopin

3

Lang Lang

Sony

2010

5‘13

 

live, hastig, deutliche Temposchwankungen, Pianist pflegt eigene Dynamik

 

   

2-3

Josef Hofmann

Philips

1918

3‘44

 

starkes Rauschen, kaum dynamische Differenzierung bemerkbar, Abschnitt E T. 112 ff. sowie D T. 129 ff. ausgelassen, die beiden letzten Akkorde p statt ff – keine W

 

 

 

 

Walzer Nr. 5 As-Dur op. 42

 

Dieser Walzer ist im Vergleich zu den oben genannten etwas einfacher gestrickt, viele Abschnitte wiederholen sich mehrmals. Mit den acht Einleitungstakten scheint der Komponist den Zuhörern in einen Salon versetzen zu wollen, wo er seinen Vortrag jetzt beginnen oder fortzusetzen möchte. Der erste Abschnitt (A) des fünften Walzers ist zweiteilig, der zweite Teil ist eine Oktave höher gelegt, also nichts Besonderes. Die Oberstimme bildet eine langgezogene Melodie in Vierteln, pro Takt zwei Viertel, also nicht im Walzerrhythmus, der ist der linken Hand zugesprochen, dazwischen zweimal drei Achtel, die an die Oberstimme angebunden sind und auch so wahrgenommen werden. Die Darstellung dieser rhythmischen Divergenz stellt für den Pianisten/die Pianistin eine Herausforderung dar. Höchstens der Hälfte gelingt eine zufriedenstellende Ausführung, bei der Stimmen in einem Gleichgewicht stehen, am besten im zweiten, höhergelegten Teil. Ohne Wiederholung (en).

 

Das Formschema stellt sich so dar: Einl. A / A / B / C / B / D / B / E / B / A / A / D / B Coda

 

5

Dinu Lipatti

EMI

1950

3‘36

 

farbiges Spiel, Abschnitte deutlich voneinander abgehoben, mit Tempogefühl

5

Dinu Lipatti

EMI

1950

3‘22

 

live, wie ▲, jedoch noch etwas schneller

5

Krystian Zimerman

DGG

P 1977

3‘54

 

mit großer Übersicht, A Rhythmen im Lot, B etwas schneller, insgesamt ausgeglichenes Tempo

5

Artur Rubinstein

RCA

1953

3‘49

 

A deutlich, E mit Feingefühl, etwas schwerblütig, im Gegensatz zu den restlichen Abschnitten

5

Murray Perahia

Sony

1994

3‘34

 

lockeres Musizieren. fantasievoll

5

Abdel Rahman El Bacha

Forlane

1997

3‘55

 

elegant, spontanes Musiziergefühl

 

   

4-5

Solomon

EMI

1945

3‘25

 

geschmeidiges Musizieren, A unterschiedliche Rhythmen rechts und links aufgedeckt

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1963

3‘43

 

A deutlich, etwas weniger Emphase als ▲

4-5

Alexandre Tharaud

HMF

2005

3‘46

 

A lk. Hd. 1. Hälfte zu leise, insgesamt ausgeglichenes Tempo, B wie üblich schneller, Dynamik kaum ausgeglichen

4-5

Alicia Sara Ott

DGG

2009

3‘53

 

immer nahe am Notentext, insgesamt ausgeglichene Tempi

4-5

Stefan Askenase

DGG

1951

3‘58

 

jeder Abschnitt mit eigenem Tempo, B hebt sich immer ab

4-5

Samson François

EMI

1963

4‘22

 

A re. und lk. Hd. im Lot, B immer schneller, ansonsten abwechslungsreich in Tempo und Dynamik

4-5

Vladimir Perlemuter

Scribendum       Silver Oak

1962

4‘10

 

Abschnitte heben sich deutlich voneinander ab, mit Nachdruck musiziert

 

   

4

Jewgenij Kissin

RCA

1993

3‘27

 

virtuose Darbietung, sehr schnell, kein Walzer

4

Augustin Anievas

EMI

1969

3‘58

 

abwechslungsreiche Tempovarianten, B wie üblich schneller – wie ein Konzertstück

4

Zoltan Kocsis

Philips

1981

3‘24

 

A linke Hd. im 1. Abschnitt wenig deutlich, Abschnitte C, D und E etwas zurück, Virtuosität steht zu sehr im Vordergrund

4

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

4‘00

 

A rechte Hd. immer vorn, insgesamt etwas unruhig

4

Cyprien Katsaris

Teldec

P 1981

3‘46

 

A re. Hd. führt, E hebt sich deutlich von den anderen Abschnitten ab

4

Jean-Marc Luisada

DGG

1990

3‘57

 

A lk. Hd. 1. Hälfte zu leise, B immer sehr bewegt, D Dreivierteltakt lk. Hd. ungleichmäßig wie beim Wiener Walzer

4

Alexander Brailowski

CBS     Sony

P 1974

3‘43

 

D rhythmisch nicht ganz sattelfest, 32tel statt 16tel, auch E T. 138

4

Claudio Arrau

Philips

1979

4‘30

 

überaus deutliches Musizieren durch Temporücknahme, Einl. kein Vivace, A unterschiedliche Rhythmen in lk. und re. Hd., B immer etwas schneller

4

Witold Malcuzysnki

EMI

1959

3‘40

 

insgesamt vehementer Zugriff, A lk. und re. Hd.  rhythmisch nach Vorlage, nivellierte Dynamik, in der Regel p, D zum Ende hin etwas grob

4

Garrik Ohlsson

Hyperion    Helios

1995

3‘52

 

bewegtes Musizieren, A re. und lk. Hd. nach Vorlage, B immer schneller, nivellierte Dynamik

4

Tamás Vásáry

DGG

1965

3‘39

 

insgesamt im straffen Tempo, C, D und E etwas langsamer, Dynamik kaum differenziert

4

Vladimir Ashkenazy

Decca

1980-83

3‘20

 

vehementer Zugriff, allerdings zu hastig, eher Etüde als Walzer, D Dynamik zum jeweiligen Ende angezogen

4

Sergio Fiorentino

Piano Classics

1962

3‘41

 

Einl. deutlich langsamer, sonst sehr bewegt, besonders B, am Ende von D immer kräftiger

 

   

3-4

Nikita Magaloff

Philips

P 1976

3‘50

 

A die Rhythmen lk. u. re. Hd. nicht im Lot, lk. Hd. zu leise, insgesamt vehementer Zugriff, jedoch etwas oberflächlich

3-4

Alfred Cortot

EMI

1934

3‘40

 

A re. Hd. führt, dramatischer Einschlag, vor allen in D, jedoch etwas grob, oft kein fester Rhythmus

3-4

Alfred Cortot

EMI       Andromeda

1943

3‘37

 

wie ▲, A re. Hd. führt deutlich, lk. nur im Hintergrund

3-4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

~ 1925

3‘43

 

Abschnitt A leiert etwas, lk. Hd. insgesamt zu leise

3-4

Jean-Philippe Collard

EMI

1985/86

3‘44

 

A lk. Hd. zu leise, B sehr schnell, der Vortrag erinnert mich nicht an einen Walzer, unausgeglichen

3-4

György Cziffra

Philips

1962

4‘18

 

A lk. Hd. zu leise, insgesamt wie nur durchgespielt

3-4

Philippe Entremont

CBS    Sony

P 1971

3‘50

 

Walzer-Rhythmus (hm-ta-ta) durchgehend überdeutlich, wenig Variationen in der Dynamik

3-4

Adam Harasiewicz

Philips

P 1966

3‘41

 

A lk. Hd. versteckt sich im ersten Abschnitt (T. 9-23), D Akkordspiel jeweils gegen Ende zu grob, Dynamik nach Gusto

 

 

 

Walzer Nr. 7 cis-Moll op. 64 Nr. 2

 

Dieser Walzer gehört zur der Dreier-Gruppe, die noch zu Lebzeiten des Komponisten gedruckt und unter der Opus-Zahl 64 veröffentlicht wurde. Vermutlich entstand er im Jahre 1847, also zwei Jahre vor seinem Tod. Er ist dreiteilig angelegt: A cis-Moll mit der Tempobezeichnung Tempo giusto, C Des-Dur piu lento. Wie bei einem Rondo wechselt Chopin dreimal einen B – Abschnitt in Cis-Dur ein, sodass sich folgendes Formschema ergibt: A / B / C / B / A / B

Ohne Wiederholung(en)

 

5

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

3‘16

 

Pires verleiht jedem Abschnitt seine eigene Physiognomie, Spannung!

5

Artur Rubinstein

Ica classics

1963

3‘40

 

live, Pianist versenkt sich in die Musik und nimmt den Hörer mit

5

Alexandre Tharaud

HMF

2005

3‘23

 

Pianist hat das Ganze im Blick, nicht nur einzelne Abschnitte

5

Krystian Zimerman

DGG

P 1977

3‘54

 

Melancholie steht im Vordergrund

 

   

4-5

Wladimir Horowitz

CBS      Sony

1968

3‘05

 

ausdrucksstarker C-Abschnitt, Blick immer auch auf die Dynamik

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1953

3‘42

 

Pianist lässt die Musik atmen

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1963

3‘38

 

keine extremen Tempogegensätze, B piu mosso richtig als nicht schnell, sondern als etwas schneller gelesen

4-5

Dinu Lipatti

EMI

1950

3‘02

 

am besten gefällt hier Abschnitt C, in der die Musik geformt wird und kaum ratlos erscheint

4-5

Stefan Askenase

DGG

1951

3‘34

 

A Melodie der lk. Hd. wie gezirkelt, jeder Abschnitt erhält seine besondere Physiognomie

4-5

Abdel Rahman El Bacha

Forlane

2000

3‘38

 

akkurat, Musik hätte etwas geschmeidiger ausfallen können

4-5

Adam Harasiewicz

Philips

P 1966

3‘42

 

Abschnitte gut gegenübergestellt, abwechslungsreich – klares Klangbild

4-5

Cyprien Katsaris

Teldec

P 1981

3‘51

 

A sich Zeit lassend, C starke rit. immer wieder Akzente in der linken Hd. – deutlicher Vortrag

4-5

Serge Rachmaninoff

BMG       Philips

1927

3‘33

 

ruhige Abschnitte A und C werden schnelleren B gegenübergestellt

4-5

Wilhelm Kempff

Orfeo

1960

3‘32

 

WDR-Aufnahme, Kempff gibt jedem Abschnitt seine eigene Physiognomie

4-5

Zoltan Kocsis

Philips

1981

2‘59

 

B sehr bewegt – ansteckende Spielfreude, wie aus einem Guss

4-5

Samson François

EMI

1963

2‘51

 

elastisches Spiel, immer wieder delikate rit.

4-5

Philippe Entremont

CBS        Sony

P 1971

3‘24

 

die einzelnen Abschnitte gut gegenübergestellt

 

   

4

Alicia Sara Ott

DGG

2009

3‘37

 

A etwas verträumt, insgesamt gelöstes Musizieren

4

Josef Hofmann

HMV         Philips

1923

3‘02

 

ruhige Abschnitte A und C werden schnelleren B gegenübergestellt, Rauschen

4

Alexandre Brailowski

CBS     Sony

P 1974

3‘13

 

die beiden A-Abschnitte nicht nach der gleichen Manier gespielt, abwechslungsreich, insgesamt könnte es etwas geschmeidiger klingen

4

Jean-Marc Luisada

DGG

1990

3‘25

 

Pianist versucht gegen die Gleichmäßigkeit der einzelnen Abschnitte anzugehen

4

Gerrit Zitterbart

gutingi

1992

3‘57

 

gelöstes Musizieren, elegant? jedoch wenig Spannung zwischen den Abschnitten

4

Garrik Ohlsson

Hyperion    Helios

1995

3‘53

 

A wie verträumt – jeder Abschnitt steht für sich, kaum Zusammenhänge

4

Augustin Anievas

EMI

1969

3‘29

 

A – C – A vielschichtig, B am Ende ein Höllenritt?

4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

~ 1928

3‘07

 

C rechte Hd. hervorgehoben, deutlicher Klang

4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

~ 1925

3‘13

 

Intuitives Vorgehen

4

Dinu Lipatti

EMI

1950

1‘49

 

live, Lipatti verzichtet auf die beiden letzten Abschnitte, Gedächtnisfehler?

4

György Cziffra

Philips

1962

3‘40

 

C kein festes Tempo, teilweise wie verträumt – kaum zielgerichtet

4

Vladimir Ashkenazy

Decca

P 1978

3‘22

 

B etwas nüchtern, die übrigen Abschnitte interessanter

4

Nikita Magaloff

Philips

P 1976

3‘42

 

insgesamt etwas langatmig

4

Khatia Buniatishvili

Sony

2012

3‘15

 

A etwas schwerfällig, weniger Ausdruck, C am Ende wie „Faden verloren“ – insgesamt etwas unausgeglichen

 

   

3-4

Jean-Philippe Collard

EMI

1985/86

2‘57

 

Stück wie überfahren, B zu schnell

3-4

Alfred Cortot

EMI

1934

3‘01

3-4

Alfred Cortot

EMI          Andromeda

1943

2‘58

 

Tempo giusto, immer wieder Temporückungen, B bewegt, C mf = f

3-4

Tamás Vásáry

DGG

1965

3‘00

 

außer C etwas hastig, B Tempo wird immer wieder angezogen

3-4

Samson François

EMI     Philips

1954

2‘27

 

drauflos musiziert, Virtuosenstück, kein Walzer

3-4

Sergio Fiorentino

Piano Classics

1962

3‘01

 

B immer sehr schnell, beim letzten Durchgang noch schneller

3-4

Vladimir Perlemuter

Scribendum       Silver Oak

1962

3‘34

 

Musik fordert den Pianisten nicht heraus, ohne Schwung

3-4

Claudio Arrau

Philips

1979

4‘13

 

A schwerfällig, gewichtig, Walzer bleibt stecken

 

   

3

Witold Malcuzysnki

EMI

1959

3‘21

 

A Musik gespielt, jedoch kaum entdeckt – etwas lustlos

3

Jacob Gimbel

Electrola         EMI

~ 1959

3‘20

 

gediegen, ohne spürbare Hingabe

3

Rudolf Buchbinder

EMI

1986

4‘04

 

in den drei B-Abschnitten wird die jeweilige Wiederholung anfangs durch ein rit. abgebremst, also kein ganzer Abschnitt sondern zwei Hälften, insgesamt etwas routiniert

 

 

 

  

Walzer e-Moll op. posth.

 

Der knapp gehaltene Walzer, herkömmlich als Walzer Nr. 14 gezählt, entstand ca. 1830, noch in seiner Warschauer Zeit, veröffentlicht wurde er 1868 nach Chopins Tod ohne Opus-Zahl, das Autograph ist verschollen. Einer der wenigen Walzer in einer Moll-Tonart.

 

Die vier Walzerabschnitte A, B, C und D werden von einer achttaktigen Einleitung sowie einer brillanten Coda umrahmt. Wie auch in fast allen anderen Walzern werden einzelne Abschnitte wiederholt, oft geht dabei ein Tempowechsel einher. Hier ergibt sich folgendes Formschema: Einl.  A / B / A / C / D / C / A   Coda

 

Die drei Wiederholungen werden überwiegend beachtet.

 

 

5

Krystian Zimerman

DGG

P 1977

2‘47

 

kapriziös, locker, nuanciert

 

   

4-5

Dinu Lipatti

EMI

1950

2‘39

 

sowohl Tempo als auch Dynamik nach eigenen Vorstellungen, ohne jedoch Chopins Vorgaben zu übergehen, spontan wirkende Spielfreude

4-5

Dinu Lipatti

EMI

1950

2‘07

 

live, im Vergleich zu ▲etwas zurückhaltender

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1953

3‘14

 

eher elegant als virtuos, geschmackvoll

4-5

Artur Rubinstein

RCA

1963

3‘04

 

wie ▲, erfrischend

4-5

Cyprien Katsaris

Teldec

P 1981

2‘44

 

mit Eleganz und auch Vehemenz

4-5

Alexander Brailowsky

CBS     Sony

1960

2‘41

 

ziemlich klar, geschmeidig, gleichmäßiges Tempo

4-5

Abdel Rahman El Bacha

Forlane

1997

2‘47

 

spontan wirkende Musizierlaune, fast wie entfesselt, C nur ein wenig langsamer, viel Klangfarbe

4-5

Solomon

EMI

1946

2‘16

 

Abschnitte in guter Balance, etwas distanziert

4-5

Jean-Marc Luisada

DGG

1990

2‘55

 

E etwas fest, insgesamt elastisches Spiel mit viel Farbe

4-5

Jean-Philippe Collard

EMI

1985/86

2‘46

 

schnörkellose Klarheit, Tempi wie El Bacha, klanglich etwas matt

4-5

Garrick Ohlsson

hyperion        helios

1995

2‘51

 

Tempi der einzelnen Abschnitte liegen nicht weit auseinander, schlankes Musizieren

4-5

Maria-Joẩo Pires

Erato

1984

2‘47

 

durchgehend bewegt, lockeres Spiel

4-5

Nikita Magaolff

Philips

P 1976

2‘55

 

elastisches Spiel, locker, transparent

4-5

Alexandre Tharaud

HMF

2005

2‘52

 

ausgewogen, Coda etwas rustikal

 

   

4

Tamás Vásáry

DGG

1965

2‘55

 

unterschiedliche Tempi befördern Dramatik

4

Stefan Askenase

DGG

1951

2‘53

 

mehr Chopin – weniger Askenase, etwas belegter Klang

4

Vladimir Perlemuter

Scribendum       Silver Oak

1962

3‘16

 

bewegt, aber ohne Hektik

4

Claudio Arrau

Philips

1979

3‘38

 

mit Feingefühl, jedoch geringe Vitalität

4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

~ 1928

3‘04

 

besserer Klang als ▼, sonst wie zuvor

4

Raoul von Koczalski

Polydor        Marston

~ 1924/25

3‘06

 

akustisch; Tempo und Dynamik nach eigenen Vorstellungen

4

Alfred Cortot

EMI

1934

2‘16

 

etwas äußerlich und auch robust

4

Alfred Cortot

EMI    Andromeda

1943

2‘35

 

hektisch, kräfig, A vor Coda wiederholt

4

Josef Hofmann

HMV         Philips

2016

2‘23

 

geschmeidig, emotionsgeladen, A anfangs wiederholt (nicht im Notentext), C bei der W linke Hand Änderung

4

Vladimir Ashkenazy

Decca

P 1980

2`33

 

immer sehr bewegt, außer C

4

Samson François

EMI

1963

3‘00

 

Tempo giusto, etwas robust, Dynamik nicht immer nach Notentext

4

Witold Malcuzysnki

EMI

1959

3‘00

 

viele rit. in D, Walzer in jeweils eigenem Tempo

4

Zoltan Kocsis

Philips

1981

2‘48

 

teilweise etwas hektisch, virtuos

4

György Cziffra

Philips

1962

2‘52

 

teilweise elegant, unvermittelt hereinbrechende Coda

 

   

3-4

Michail Pletnjew

DGG

1996

2‘45

 

A sehr schnell und sehr laut, insgesamt etwas unruhig

3-4

Friedrich Gulda

Amadeo

P 1962

2‘39

 

A zu sehr abgedroschen, eher eine Etüde als ein Walzer

3-4

Alicia Sara Ott

DGG

2009

2‘29

 

Temposchwankungen, unruhig, A ohne grazioso

3-4

Byron Janis

BMG      Philips

1952

2‘46

 

A zu laut, Janis zeigt mehr Virtuosität als Gefühl

3-4

Sergio Fiorentino

Piano Classics

1962

1‘42

 

Einleitung vor A und Finale etwas hektisch, Walzer ohne Tanzcharakter

3-4

Philippe Entremont

CBS    Sony

P 1971

3‘02

 

jeder Abschnitt mit eigenem Tempo, Feingefühl?

3-4

Jorge Bolet

Marston

1978

2‘38

 

live, E re. und lk. Hand rhythmisch ohne Übereinstimmung, unruhig

 

eingestellt am 13.05.26

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