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Das Klassik-Prisma |
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Bernd
Stremmel |
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Wolfgang
Amadeus Mozart
Die 5 authentischen Violinkonzerte Mozarts entstanden
im Jahre 1775 in Salzburg. Vermutlich waren sie für ihn selbst gedacht. Wie wir
wissen war der Komponist ein guter Geiger, der das Handwerk bei seinem Vater
Leopold gelernt hatte. Nach diesen Violinkonzerten wandte sich Wolfgang Amadé
jedoch hauptsächlich dem Klavier zu, damals war es noch das Pianoforte, und
schuf 23 Konzerte. Die heute mitgezählten Nr. 1 – 4 waren Bearbeitungen
zeitgenössischer Komponisten und in diesem Sinne keine authentischen Werke.
Mozart verlor die Geige jedoch nicht aus seinen Augen: Zum Gebrauch in adeligen
Kreisen sowie reichen Familien schuf er nach und nach, wie gefordert, Sonaten
für Pianoforte und Violino, heute bezeichnet man sie
als Violinsonaten, dazu gesellten sich noch zwei Duos für Violine und Viola
G-Dur KV 423 und B-Dur KV 424, denen man im Konzertsaal jedoch selten begegnet.
Warum Mozart sich von der Geige abwandte,
könnte auch der Tatsache geschuldet sein, dass er inzwischen die neuen „Claviere“ des Instrumentenbauers Johann Andreas Stein
kennengelernt hatte und begeistert von der Ausdrucksvielfalt dieser Instrumente
war, wie er seinem Vater in Briefen mitteilte. Nach der Komposition des
A-Dur-Violinkonzerts Ende des Jahres 1775 dauert es nicht lange, bis Mozart das
herausragende Klavierkonzert in Es-Dur KV 271 für die bekannte Pianistin Jeunehomme/Jenamy Noverre
schrieb, die es europaweit bekannt machte.
Zurück zum A-Dur-Violinkonzert, es ist im
Vergleich das prächtigste und einfallreichste von Mozarts Violinkonzerten. Im
ersten Satz stellt das Orchester beide Themen vor, danach darf der Solist/die
Solistin die Bühne betreten, jedoch nicht mit dem ersten Thema, sondern mit
einer langsamen träumerischen Passage. Erst einige Takte später übernimmt der
Solist im vorgesehenen schnellen Tempo (Allegro
aperto)
die Haupt- Themen und führt sie im Sinne der Sonatenform durch. Diese
Kompositionsweise beobachtet man später auch im ersten Satz von Beethovens 4.
Klavierkonzert.
Der
langsame Satz (Adagio, nicht Andante, in der bei
Mozart seltenen Tonart E-Dur) ist geprägt von Seufzerfiguren,
schon zu Beginn des Satzes vorgestellt, und erreicht in weitgespannten
Zwiegesprächen zwischen Solist und Orchester atmosphärereiche Dimensionen.
Der dritte Satz
ist ein Menuett in Rondoform. Sein Mittelteil
überrascht mit einer plötzlich eintretenden alla turca-Passage in
a-Moll, solche begegnete man damals in Österreich immer wieder. Hier sollen die
tiefen Streicher ihren Bogen umdrehen und damit auf die Saiten schlagen, um die
damals beliebte Janitscharenmusik hervorzurufen. Mozart entnahm das
musikalische Material der Ballettmusik seiner früher komponierten, jedoch nicht
fertiggestellten Oper Lucia Silla. Später greift
Mozart diese alla turca -Technik erneut
auf, und zwar im Finale seiner Klaviersonate A-Dur KV 331.
Mozarts
A-Dur-Konzert ist reich mit Kadenzen und Eingängen versehen, in der der Solist
/ - die Solistin mit ihren technischen sowie musikalischen Möglichkeiten beim
Publikum glänzen kann. Die beiden ersten Sätzen zeigen je eine Kadenz. Einige
Solisten spielen nach den anfänglichen Adagio-Takten einen zusätzlichen Eingang
(T. 45). Das abschließende Menuett-Rondo sieht fünf Eingänge vor, jeweils mit
einer Pause plus Fermate gekennzeichnet. Die dritte, so zeigt die Beobachtung,
wird meist übergangen, die vierte jedoch als Kadenz ausgeführt. Am meisten wird
auf die Kadenzen von Joseph Joachim zurückgegriffen. Einige Solisten glänzen
mit eigens verfassten Kadenzen. Das interpretatorische Niveau bewegt sich
durchgehend auf hohem bis sehr hohem Niveau.
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5 |
Isabell van Keulen, Vl, und Ltg. |
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Concertgebouw Chamber Orchestra |
Philips |
1989 |
27‘14 |
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I mit Drive, prickelnd, trotzdem locker, II
spannungsintensive Beredtheit, farbiges Spiel, III kämpferische alla-turca-Partie |
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5 |
Julia Fischer |
Yakov Kreizberg |
Niederländisches Kammerorchester |
Pentatone |
2006 |
29‘35 |
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Orchesterklang bestens aufgehellt, Solistin glänzt mit lockerem
Spiel, facettenreich, bestes Miteinander, waches Musizieren, II klare
Artikulation, spontan wirkende Musizierfreude, III sehr lebendig |
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5 |
Itzhak Perlman |
James Levine |
Wiener Philharmoniker |
DGG |
1982 |
29‘14 |
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I große Mozart-Nähe, bestes Miteinander, elegant, II
ausgeglichenes Geigenspiel, inniges Musizieren, mit der Musik atmen, III
Orchester hier etwas zu breit |
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5 |
Christian Tetzlaff, Vl, und Ltg. |
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Deutsche Kammerphilharmonie Bremen |
Virgin |
1995 |
28‘05 |
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I locker, schlanke Bogenführung, sehr gutes Miteinander,
Eingang T. 45 nach Fermate, II ruhig, erfülltes Musizieren, III entspannt,
gute Balance und Transparenz – eigene Kadenzen |
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5 |
Vilde Frang |
Jonatan Cohen |
Arcangelo |
Warner |
2014 |
28‘02 |
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I sehr bewegt, stürmisch, jedoch mit großer Spannung,
delikat, schlanker Geigenton, jedoch auch mit Körper, II viel Atmosphäre,
sehr gutes Miteinander, III derbes alla-turca – insgesamt sehr
ausgeglichen |
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4-5 |
Hilary Hahn |
Paavo Järvi |
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen |
DGG |
2014 |
28‘57 |
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I wie selbstverständlich, jedoch, das Technische rückt vor
das Musikalische, II Paavo Järvi agiert sehr sorgfältig, III alla-turca-Abschnitt
etwas einförmig |
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4-5 |
Gidon Kremer |
Nikolaus Harnoncourt |
Wiener Philharmoniker |
DGG |
1987 |
27‘44 |
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I lebendige Darstellung, mehrmals dezente Tempowechsel, teilweise
auch etwas gehetzt, schlanker Geigenton, II Musik kann immer atmen, gute
Transparenz, III trotz durchgehend straffen Tempos wirkt die Interpretation
doch ruhig und gelassen |
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4-5 |
Isaac Stern |
George Szell |
Columbia Symphony Orchestra |
CBS Sony |
P 61/63 |
29‘16 |
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I Szell hat das Orchester bestens im Griff, sehr gutes
Miteinander, Stern könnte etwas mehr Wärme verströmen, II ausdrucksstark,
ohne Bogendruck, III kräftig zupackend, besonders im alla-turca-Abschnitt,
spontan wirkende Musizierfreude |
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4-5 |
Erica Morini |
George Szell |
Orchestre National Paris |
CBS Sony |
1959 |
30‘07 |
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live, I sauberes Geigenspiel, Szell lässt der Solistin den
Vortritt, gutes Miteinander, gute Transparenz, II ruhig, klar,
ausdrucksstark, ohne Bogendruck, III T. 328 ff. Orchester etwas rustikal |
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4-5 |
Henryk Szeryng |
Alexander Gibson |
New Philharmonia Orchestra |
Philips Decca |
1966 |
27‘54 |
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insgesamt geradliniges Musizieren, auch III, gutes
Miteinander, II kantabel, warmherzig |
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4-5 |
Arthur Grumiaux |
Bernhard Paumgartner |
Wiener Symphoniker |
Philips |
1954 |
27‘08 |
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I Adagio viel Bogendruck, danach frisch voran, Geige immer
vorn, beim Orchester enges Klangbild, II empfindsam, gestalterischer Ernst,
leises Brummen im Hintergrund (Verkehr?), III pointiert artikuliert,
aufgewühlter alla-turca-Abschnitt |
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4-5 |
Arthur Grumiaux |
Colin Davis |
London Symphony Orchestra |
Philips |
1961 |
27‘07 |
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I Grumiaux hier etwas lockerer, Orchester mit mehr
Transparenz, II bewegt, mit Feingefühl, III Eingänge immer kurz |
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4-5 |
Pinchas Zukerman,
Vl. und Ltg. |
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Saint Paul Chamber Orchestra |
CBS Sony |
1982 |
31‘24 |
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I Solo-Einl. zu gezogen; mit
wacher Aufmerksamkeit, schlanker und flexibler Geigenton, Vl.
und Orchester sehr gut koordiniert, II feinfühliges Musizieren, viel Klang
und Atmosphäre, jedoch etwas langsam, III Menuett etwas gestelzt |
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4-5 |
Jascha Heifetz |
Malcolm Sargent |
London Symphony Orchestra |
HMV RCA |
1951 |
26‘30 |
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I vehementer Zugriff, nuanciertes Spiel, schlanker Geigenton
Solist und Dirigent in bester Partnerschaft, II spannungsvolles Musizieren,
III ausgelassen, alla turca etwas gehetzt, T. 278-328 ausgelassen |
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4-5 |
Jascha Heifetz,
Vl, und Ltg. |
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Kammerorchester Jascha Heifetz |
RCA |
1963 |
26‘15 |
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I zielstrebig voran, Klangbild etwas weniger präsent als ▲,
Aufnahme klingt wie durchgespielt, weniger geformt, erreicht nicht ganz die
ältere Aufnahme, T. 278-328 ausgelassen |
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4-5 |
Frank Peter Zimmermann |
Radoslaw Szulc |
Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks |
hänssler |
2015 |
27‘13 |
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I geradliniges Musizieren, etwas herber Geigenton, pointierte
Dramatik, Eingang T. 45, II Notentext akribisch ausformuliert, mit langem
Atem und Feingefühl, III alla turca-Abschnitt: Lust an instrumentaler
Zuspitzung, robust, Temporücknahmen vor den Eingängen – bestes Miteinander |
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4-5 |
Jaques Thibaud |
Charles Münch |
Orchestre Symphonique Paris |
French Disque Grammophone |
1941 |
26‘17 |
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erfrischende Interpretation, lockeres Geigenspiel, Geige
immer vorn, einigermaßen durchsichtiges Klangbild, II inspiriertes
Musizieren, kompakter Klang, III sehr bewegt, im Tempo jedoch nicht immer
egal, ohne alle Eingänge und Wiederholungen, V4 als Kadenz |
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4-5 |
Oskar Shumsky |
Yan Pascal Tortelier |
Scottish Chamber Orchestra |
Nimbus |
1983 |
28‘56 |
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I natürlich musikalischer Fluss, schlanker und flexibler
Geigenton, elegant, gute Balance, II warmherziger Vortrag, ausgewogen, III
zurückhaltendes Tempo, scharfe Klanglichkeit im alla
turca-Abschnitt |
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4-5 |
Wolfgang Schneiderhan, Vl. und Ltg. |
|
Berliner Philharmoniker |
DGG |
1967 |
28‘04 |
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▼ |
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4-5 |
Josef Wolfsthal |
Frieder Weissmann |
Preußische Staatskapelle Berlin |
Symposion |
~ 1928 |
26‘32 |
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I lebendiges Musizieren, klangvoll, Espressivo nicht
vergessen, II nuanciertes Spiel, jedoch etwas herb, III Solist mit etwas
Bogendruck, reduziertes Tempo – gutes Miteinander |
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4-5 |
Katrin Scholz, Vl. und Ltg. |
|
Kammerorchester Berlin |
Berlin Classics |
1997 |
31‘03 |
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I bewegt pulsierendes Musizieren jenseits von Routine,
orchestrale Vehemenz, gute Balance, II mit viel Klangsinn, gutes Miteinander,
III insgesamt souverän |
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4-5 |
Joshua Bell |
Peter Maag |
English Chamber Orchestra |
Decca |
1991 |
31‘42 |
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I schwungvoll, spontanes Musiziergefühl, Eingang T. 45, gute
Balance und Transparenz, II Andante, etwas geglättet, Geigenton ein wenig
gepresst, III alla turca-Passage mit aufrührerischer Motorik,
ausdrucksstark |
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4-5 |
Leonidas Kavakos, Vl. und Ltg. |
|
Camerata Salzburg |
Sony |
2006 |
28‘38 |
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I bewegt pulsierendes Musizieren, locker, kurze Kadenz nach dem
Adagio T. 45, II empfindsames Musizieren, punktgenaue Ausführung der
Phrasierungsbögen sowohl beim Solisten als auch beim Orchester, III
nuanciertes Spiel, alla turca-Passage ohne Nachdruck |
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4-5 |
Josef Suk |
Libor Hlavacek |
Prager Kammerorchester |
Supraphon Eurodisc |
1972 |
29‘32 |
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I geradliniges Musizieren, Suk mit geschliffenem und
elastischem Spiel, sehr gutes Miteinander, II mit viel Klangsinn, etwas
langsam, III wünschte man sich etwas lebendiger |
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4-5 |
Christian Ferras |
André Vandernoot |
Conservatoire Orchester Paris |
Pathe Marconi EMI |
P 1961 |
28‘00 |
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I schlanker flexibler Geigenton, schlankes Musizieren,
erfrischend, gutes Miteinander, Solist führt, ruhig, warmherzig, mit viel
Klangsinn, III alla turca-Abschnitte markant akzentuiert |
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4-5 |
Shlomo Mintz,
Vl. und Ltg. |
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English Chamber Orchestra |
Avie |
2004 |
30‘02 |
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I selbstverständliche Perfektion, gutes Zusammenspiel unter
Führung des Solisten, hoher Bogendruck im Adagio, II punktgenaue Ausführung
der Phrasierungsbögen sowohl beim Solisten als auch beim Orchester, das
klingt jedoch etwas penetrant, III sehr sauber, jedoch etwas spannungsarm |
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4-5 |
Adolf Busch, Vl. und Ltg. |
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Kammerorchester Adolf Busch |
Columbia Sony |
1945 |
26‘31 |
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I mit viel Schwung und Drive, Geige vorn, bestes
Miteinander, II Buschs Geige etwas spitz, III Musizieren mit Übersicht, Geige
immer vorn – etwas enges Klangbild, deutlicher Wechsel der Takes |
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4-5 |
Anne-Sophie Mutter,
Vl. und Ltg. |
|
London Philharmonic Orchestra |
DGG |
2005 |
29‘20 |
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ASM mit weniger Bogendruck als früher, schnelleres Tempo,
jedoch auch weniger Spannung, Orchester klingt farbiger, III alla turca-Passage
etwas starr |
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4-5 |
Joseph Silverstein,
Vl. und Ltg. |
|
Rochester Philharmonic Orchestra |
ProArte |
1986 |
31‘09 |
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I entspanntes Musizieren, gutes Miteinander, Eingang T. 45,
II sehr sauber musiziert, Spannung könnte noch höher sein, III vor den
Eingängen Tempi zurückgenommen |
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4 |
Vadim Repin |
Yehudi Menuhin |
Wiener Kammerorchester |
Erato |
1997 |
30‘18 |
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I Solist führt durchgehend, schwungvolles Musizieren, klingt
jedoch auch immer wieder nur betriebsam, das Technische schiebt sich vor das
musikalisch Erfüllte, II insgesamt geringe Spannung; III auch hier Orchester
nur als Begleiter |
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4 |
David Oistrach |
Franz Konwitschny |
Sächsische Staatskapelle Dresden |
Eterna DGG Berlin Classics |
1954 |
29‘58 |
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I Sologeige immer vorn, leider mit viel Bogendruck, T.
211-213 nicht ganz sauber, man wünschte sich ein bisschen mehr an Charm, II
Mozart durch die romantische Brille, kräftig zupackend, hoher Bogendruck
sowohl bei Oistrach als auch den Streichern, III gefällt am besten, alla-turca-Partie
ziemlich breit |
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4 |
David Oistrach, Vl. und Ltg. |
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Berliner Philharmoniker |
EMI |
1971 |
30‘32 |
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I Geige hier schlanker, Orchester lockerer, II insgesamt
geschmeidiger und mehr Eleganz, III etwas gezogen – besseres Klangbild |
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4 |
Jan Bresser |
Otto Klemperer |
Concertgebouw-Orchester Amsterdam |
archiphon |
1951 |
26‘54 |
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live, I sehr bewegt, lebendiges und lockeres Muszieren, II
geradlinig, jedoch mit Spannung, III insgesamt etwas unruhig |
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4 |
Wolfgang Schneiderhan |
Hans Schmidt-Isserstedt |
Sinfonie-Orchester des NDR Hamburg |
DGG |
1960 |
27‘30 |
||||
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▼ |
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4 |
Wolfgang Schneiderhan, Vl. und Ltg. |
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Wiener Philharmoniker |
Amadeo |
1973 |
27‘56 |
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live, ▼ |
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4 |
Wolfgang Schneiderhan |
Ferdinand Leitner |
Wiener Symphoniker |
DGG |
1952 |
27‘46 |
||||
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▼ |
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4 |
Georg Kulenkampff |
Artur Rother |
Orchester der Deutschen Oper Berlin |
Telefunken
Dutton |
1939 |
29‘03 |
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I sorgfältiges Musizieren, Holz sehr zurück, Solist mit
Bogendruck, II leichtes Vibrato, Musik hätte etwas mehr Spannung verdient,
III gemütliches Tempo, fast schon gezogen, herabgesetzte Spannung |
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4 |
Anne-Sophie Mutter |
Herbert von Karajan |
Berliner Philharmoniker |
DGG |
1978 |
30‘57 |
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ASM mit viel Druck, sorgfältig, espressiv,
Orchester großformatig, klingt romantisch, III warum nicht etwas lockerer |
|||||||||
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4 |
Ida Haendel |
Ferruccio Scaglia |
RAI Orchestra Roma |
Tahra |
1958 |
30‘47 |
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live, I Solo-Vl. führt, Balance
zwischen Holz und Streichern kaum top, Hörner zu sehr im Hintergrund, bewegt,
jedoch nicht auftrumpfend, II ausgewogen, Hörner auch hier im Hintergrund,
III letzter Satz etwas burschikos |
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4 |
Lilia d’Albore |
Sergiu Celibidache |
Berliner Philharmoniker |
audite |
1950 |
28‘56 |
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live, schlanker Geigenton, Intonation leider nicht immer
top, gutes Miteinander, Solo-Vl. in der Regel vorn,
jedoch gutes Miteinander, gestalterischer Ernst, III schnörkellose Klarheit,
Aufnahme klingt jedoch wie nur durchgezogen – im Hintergrund leise
Motorengeräusche |
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4 |
Boris Belkin,
Vl. und Ltg. |
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Salzburger Kammersolisten |
Denon |
1994 |
29‘30 |
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I spielfreudig, auch mit einer gewissen Sinnlichkeit, II
gestalterischer Ernst, kantabel, an wünschte sich etwas mehr an dynamischer
Differenzierung, III alla-turca-Partie setzt sich wenig von den
Menuett-Abschnitten ab – leise Störgeräusche (Verkehr) im Hintergrund |
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3-4 |
Augustin Dumay,
Vl. und Ltg. |
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Camerata Academica Salzburg |
DGG |
1996 |
28‘12 |
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I vehementer Zugriff, jedoch etwas überakzentuiert, kräftige
Akkorde, starke dynamische Gegensätze, schlanker Violinton,
stellenweise geschärft, kurze Kadenz nach dem Adagio T. 45, II plötzlicher
Wechsel der Dynamik, klingt etwas grob, III kräftiges alla turca,
Solist teilweise etwas flüchtig |
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3-4 |
Yehudi Menuhin, Vl. und Ltg. |
|
Bath Festival Chamber Orchestra |
EMI |
P 1962 |
29‘27 |
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I wie nur durchgespielt, Solist mit wenigen Nuancen, II
eingeebnete Dynamik, prägnant, jedoch etwas äußerlich, III Orchester etwas
rau – etwas spröde |
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3-4 |
György Pauk |
Jörg Faerber |
Württembergisches Kammerorchester |
TIM Turnabout |
P 1969 |
29‘47 |
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Solo-Vl. immer vorn, deutlicher Bogendruck,
heller Klang, deutliche Artikulation, jedoch geringe dynamische
Differenzierung – insgesamt: wie nur durchgespielt, Orchester etwas kompakt |
|||||||||
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3-4 |
Jan Talich,
Vl. und Ltg. |
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Talich Kammerorchester |
Calliope |
P 2006 |
25‘30 |
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Talichs Geigenton teilweise etwas spitz,
Orchester folgt Solisten, klingt jedoch etwas mechanisch, II Solist mit
Vibrato, Orchesterklang wünschte man sich etwas mehr aufgehellt, III
Orchester hier etwas zu breit |
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3-4 |
Bronislaw Gimpel |
Otto Klemperer |
Philharmonia Orchestra London |
Ica classics |
1956 |
29‘01 |
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live, I spontan wirkende Spielfreude, Klemperer lässt
Orchester an f-Stellen auftrumpfen, deutliche Unterschiede zwischen f-
und p-Partien, Intonation beim Solisten nicht immer nach Partitur, II
Tempo etwas gezogen, III Artikulation nicht immer nach Partitur, alla
turca-Partie kräftig auftrumpfend |
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3-4 |
Christian Ferras |
Carl Schuricht |
Orchestre National de France |
Tahra |
1955 |
29‘03 |
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|
live, I kraftvoll nach vorn, auftrumpfend, jedoch ohne
Feinschliff, zu breit, II Solist mit (viel) Bogendruck, III Interpreten
hatten sicher nicht eine Schallplatten-reife Aufführung im Sinn, alla
turca-Partie recht grob – unruhiges Publikum |
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3-4 |
Annie Jodry |
Pierre Monteux |
Orchestre National Paris |
M&A |
1955 |
29‘57 |
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live, I Solistin führt, akustisch nach vorn gezogen,
Orchester folgt, II an einigen Stellen Intonationsprobleme (in allen Sätzen),
III etwas langatmig, ohne Charme – Störungen im Klangbild |
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|
3 |
Jaques Thibaud |
Georg Ludwig Jochum |
Kammerorchester des NWDR Hamburg |
Tahra |
1950 |
24‘02 |
||||
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live, Solist führt, Intonation nicht immer top, I
stellenweise etwas hemdsärmelig, sehr schnelles Tempo, II Dynamik nicht
überzeugend, Störungen in der Aufnahmetechnik: Übersteuerung an lauten
Stellen sowie bei tiefen Bässen, III kaum ausgeglichen, geschmeidig? |
|||||||||
|
3 |
Henning Kraggerud, Vl. und Ltg. |
|
Norwegisches Kammerorchester |
Naxos |
20‘15 |
25‘23 |
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|
I sehr bewegt, fast schon gehetzt, Virtuosität steht vor Mozarts
Komposition, II Andante, III jetzt wieder bewegter – hundertprozentiges
Miteinander, eigene Kadenzen |
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Interpretationen nach historischer Aufführungspraxis,
teilweise auch mit Original-Instrumenten: |
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5 |
Andrew Manze, Vl. und Ltg. |
|
The English Concert |
HMF |
2005 |
28‘42 |
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I spontan wirkende Musizierfreude, duftig, schlanker Geigenton,
selbstverständliche Perfektion, II Musik in ständigem Fluss, III
abwechslungsreich, alla turca schneller, kräftiger Zugriff |
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|
1. |
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4-5 |
Gottfried von der Goltz |
Kristian Bezuidenhout |
Freiburger Barockorchester |
aparte |
2021 |
26‘12 |
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|
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I lebendiges Musizieren, herausgestellte Bläser, Solist mit
einigen Verzierungen, sehr helles Klangbild, Eingang T. 45, II Andante,
Bezuidenhout greift unterstützend ein, fördert Vehemenz und bringt Farbe ins
Spiel, drängt sich jedoch nicht vor, III kräftige Akzente, alla turca
als große Performance bei schnellem Tempo |
|||||||||
|
4-5 |
Giuliano Carmignola |
Claudio Abbado |
Orchestra Mozart |
DGA |
2007 |
24‘08 |
||||
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L lebendiges Musizieren, sehr bewegt, Solo-Vl. führt, Artikulation 1. Vl.
(Tutti) an einigen Stellen nicht top, II Andante, bewegtes Tempo, insgesamt
transparenter Klang, Holz T. 14 und T. 16 letzter Ton verschluckt, III
bewegtes Tempo, Solo-Vl. oft zu filigran |
|||||||||
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4-5 |
Gordon Nicolić, Vl. und Ltg. |
|
Niederländisches Kammerorchester |
Tacet |
2017 |
30‘13 |
||||
|
|
I kraftvoll vorwärtstreibend, keine Blicke zur Seite,
pulsierend, schlanker Geigenton, II vielschichtiges und farbenreiches
Musizieren, III alla turca kräftig, auftrumpfend – gutes Miteinander,
präsente Bläser |
|||||||||
|
4-5 |
Christoph Koncz, Vl. und Ltg. |
|
Les Musiciens du Louvre |
Sony |
2019 |
28‘58 |
||||
|
|
I schlanker Geigenton, wie poliert, Geige führt, jedoch
gutes Miteinander, Eingang T. 45, II etwas distanziert, ausgewogen – Koncz
spielt Mozarts Original-Geige |
|||||||||
|
4-5 |
Isabelle Faust |
Giovanni Antonini |
Il Giardino Armonico |
HMF |
2015 |
26‘13 |
||||
|
|
I Allegro assai, Adagio, Balance nicht wie gewünscht,
Orchester zu laut, auch im späteren Verlauf, f fast immer ff,
II Andante, keine richtige Ruhe, III insgesamt zu schnell, alla turca-Passage
derb und scharf |
|
||||||||
|
|
|
|||||||||
|
4 |
Roberto Gonzales-Monjas, Vl. und Ltg. |
|
Mozarteum Orchester Salzburg |
Berlin Classics |
2025 |
26‘42 |
||
|
|
I Vorschläge immer lang, nicht als Sechzehntel, sprechende
Artikulation, Solist führt, Orchester nur Begleiter, einige Verzierungen,
Aufführung wie nur durchgespielt, Eingang T. 45, II Andante, heller und
schlanker Geigenton, Musik eher auf das Handwerkliche reduziert, sachlich,
III Musik zieht sich hin, etwas träge, Musik gespielt, jedoch nicht entdeckt |
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4 |
Thomas Zehetmair, Vl. und Ltg. |
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Orchester des 18. Jahrhunderts |
Glossa |
2000 |
25‘50 |
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I stürmisch, drängend, artistisch, temperamentvoll,
schlanker, flexibler Geigenton, Orchesterklang mit wenig Dichte, II Solist
zieht sich immer mal wieder zurück, Spannung bricht hier und da ein, so, als
müsse der Solist Zeit zum Atmen haben, III kräftige Akzente, alla turca-Passage
im schnellen Tempo, exaltiertes Spiel mit viel Druck |
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Hinweise zu Interpreten und
Interpretationen
Wolfgang Schneiderhan
Vom österreichischen Geiger liegen mir vier
Aufnahmen vor. Interpretatorisch liegen sie nicht weit auseinander, solide,
ausgeglichen, vielleicht hier und da mit zu viel Bogendruck. Bei den Dirigenten
Leitner und Schmidt-Isserstedt ziehe ich letzteren vor, da die Zusammenarbeit
mit Schneiderhan mehr Klang und Körper vermittelt. Dabei sollte man die Zeit
der Aufnahme (1952 bzw. 1960) allerdings nicht vergessen. Bei den zwei anderen
Interpretationen übernimmt der Geiger auch die Leitung des Orchesters. Am
besten gelingt ihm dies in der Studio-Aufnahme mit den Berliner
Philharmonikern, mit denen Schneiderhan nach dem Weltkrieg immer wieder
zusammengearbeitet hat, sowohl im Studio als auch im Konzertsaal. Die letzte
Aufnahme ist ein Mitschnitt der Salzburger Festspiele 1973 aus dem Mozarteum,
wo Schneiderhan auch als Dirigent der Wiener Philharmoniker zu erleben ist, wie
sie ihren ehemaligen Konzertmeister mit Hingabe unterstützen.
In der ältesten Aufnahme greift
Schneiderhan, wie die meisten anderen Kolleginnen und Kollegen auch, zu den
Kadenzen von Joseph Joachim. Später kommen seine eigenen Kadenzen zum Einsatz.
eingestellt
am 24. 06 26